Wasserschloss Darfeld, Barockwasserschloss in Rosendahl, Deutschland
Das Wasserschloss Darfeld ist eine Barockresidenz mit zwei Hauptgebäuden, die von Wassergräben umgeben sind und Renaissance- sowie Barockelemente aufweisen. Die Fassaden zeigen aufwendig gestaltete Giebel und großzügige Galerien, die dem Komplex seine charakteristische Erscheinung verleihen.
Jobst von Vörden ließ hier im 16. Jahrhundert ein erstes Schloss erbauen; der erhaltene Galeriebau wurde 1612 von Gerhard Gröninger begonnen und 1618 vollendet. 1680 ging das Gut an die Familie Droste zu Vischering über. Ein Brand am 15. Oktober 1899 beschädigte das Haus schwer, das Hermann Schaedtler zwischen 1902 und 1904 im Stil der Neorenaissance wieder aufbaute.
Der Name des Schlosses verweist auf seine Lage in einem Gebiet, das von Wasser geprägt ist. Die Anlage zeigt noch heute in ihrem Aufbau und ihrer Gestaltung, wie die Wassergräben und Inseln die Struktur der Residenz bestimmten.
Der Besuch erfordert vorab eine Vereinbarung mit den gegenwärtigen Besitzern, da es sich um ein privat genutztes Wohngebäude handelt. Es ist empfehlenswert, die genauen Bedingungen und Möglichkeiten vorher zu klären, um einen reibungslosen Besuch zu ermöglichen.
Die Hoffassade des Galeriebaus stammt noch aus der Bauzeit 1612–1618 und zeigt zwei übereinander gestellte Arkaden: unten ionische, oben korinthische Säulen. Der mittlere Torbogen ist spitz, die flankierenden sind rund, und auf Schlusssteinen und Bogenzwickeln sitzen Puttenköpfe. Der Architekt Gerhard Gröninger wurde wegen Mängeln an diesem Bau gerichtlich belangt.
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