Burg Brennhausen, Wasserschloss in Sulzdorf an der Lederhecke, Deutschland
Die Burg Brennhausen ist ein Wasserschloss, dessen zwei gotische Wohntürme und ein Verbindungsbau sich auf einer rechteckigen, gemauerten Terrasse im Talgrund erheben. Der viergeschossige Nordturm und der niedrigere quadratische Südturm tragen hohe, ziegelgedeckte Satteldächer; die Mauern bestehen größtenteils aus unverputztem, unregelmäßigem Sandstein mit verzahnten Eckquadern und teilweise Fachwerkaufsätzen. Die Wassergräben und der Schlossweiher wurden wiederhergestellt, sodass die Anlage erneut vollständig vom Wasser umgeben ist.
Brennhausen wird 1182 erstmals urkundlich erwähnt, als Graf Poppo von Henneberg einen Zehnt von Brunechenhusen verlieh. Bis 1542 saß hier die Familie Truchseß; Dachbalken und ein Kellereingang stammen aus der Zeit kurz nach 1525, als Bauern die Burg im Bauernkrieg niederbrannten. 1681 ging sie an die Freiherren von Bibra über, die sie über die 2002 gegründete Stiftung Brennhausen noch besitzen.
Josef Braun deutet den Namen Brennhausen als „die Häuser an einer Wasserquelle“, nach der alten Form Brünn für den Bach, der neben der Siedlung entspringt und in die Saale fließt; Heinrich Wagner leitet ihn dagegen vom altdeutschen Vornamen Brunicho ab. Das Schloss gehört noch der von Friedrich Gotthelf von Bibra begründeten Linie der Freiherren von Bibra-Brennhausen, die das Gut bewirtschaften lässt und gelegentlich bewohnt.
Die Burg liegt etwa vier Kilometer westlich von Sulzdorf an der Lederhecke auf einer rechteckigen, gemauerten Terrasse im Talgrund. Sie wird noch bewohnt und ist nur von außen zu besichtigen. Der Zugang erfolgt von Westen über eine Steinbrücke; die Wassergräben und der Schlossweiher sind wiederhergestellt, sodass das Schloss wieder vollständig vom Wasser umgeben ist.
Die Wassergräben und der Schlossweiher, im Inventar von 1915 nur als sumpfige Wiesen verzeichnet, wurden in den letzten Jahrzehnten wiederhergestellt, sodass das Schloss wieder vollständig vom Wasser umgeben ist. Die Familie von Bibra, seit 1681 Besitzerin, wanderte im frühen 20. Jahrhundert in die USA aus, lässt das Gut aber noch bewirtschaften und bewohnt gelegentlich das Schloss, das seit 2002 der Stiftung Brennhausen gehört.
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