Burg Rotenhan, Felsenburg in Ebern, Deutschland.
Die Burg Rotenhan ist die Ruine einer Felsenburg etwa zwei Kilometer nördlich von Eyrichshof, über dem Ort auf einem Sandsteinfelsen auf 380 m ü. NN. Fünf mächtige, eng beieinander stehende Sandsteinblöcke wurden durch Mauern verbunden; das Haupttor war in den mittleren Block der Südwestseite eingearbeitet. Erhalten sind grau-tanfarbene, mit Moos und Flechten überzogene Steinreste: eine lange Mauer und ein blockiger Turm mit rundem Torbogen, in dem dunkle Stufen aufwärts führen.
Die Familie von Rotenhan erscheint 1229 mit Winther und Wolfram de Rotenhagen erstmals urkundlich, die Burg bestand also bereits. 1323 belagerte der Würzburger Bischof Wolfram Wolfskeel von Grumbach die Anlage etwa ein Jahr lang unter dem Vorwurf der Falschmünzerei und Felonie. Nach der Eroberung wurde sie zerstört und durfte per Vertrag von 1324 nie wieder aufgebaut werden; die Familie errichtete später Schloss Eyrichshof am Berg unterhalb.
Der Name Rotenhan dürfte sich von gerodetem Haag, also einem gerodeten Hain, ableiten; manche Forscher bringen ihn auch mit dem Flüsschen Rodach in Verbindung. Der rote Hahn im Wappen der Familie wurde nach dem Namen gewählt, nicht umgekehrt. Die 1229 mit Winther und Wolfram de Rotenhagen erstmals urkundlich erwähnte Familie besitzt die Ruine noch heute.
Die Ruine liegt etwa zwei Kilometer nördlich von Eyrichshof über dem Ort und ist zu Fuß erreichbar; das letzte Stück steigt zum auf 380 m ü. NN gelegenen Gelände an. Der Boden um die fünf Sandsteinblöcke ist uneben und teils bewachsen, festes Schuhwerk ist daher ratsam. Die Burg befindet sich im Besitz der Freiherren von Rotenhan; bleiben Sie auf den Wegen und lassen Sie das Mauerwerk unberührt.
Die Burg ist eine der wenigen echten Felsburgen Deutschlands: Fünf mächtige, eng beieinander stehende Sandsteinblöcke wurden durch Mauern verbunden, das Haupttor war in den mittleren Block der Südwestseite eingearbeitet. Einige Bauteile wirken unfertig, möglicherweise wurde die Anlage während einer Ausbauphase belagert und zerstört.
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