Kurpfälzisches Museum Heidelberg, Kunstmuseum in Heidelberg, Deutschland
Das Kurpfälzische Museum befindet sich im Palais Morass, einem Barockbau in der Altstadt, und zeigt archäologische Funde, Gemälde und Kunsthandwerk in mehreren Sälen. Die Räume verteilen sich über drei Etagen, wobei jede einem anderen Themenbereich gewidmet ist.
Die Stadt Heidelberg erwarb 1878 die Antikensammlung von Charles de Graimberg und eröffnete daraus 1908 das Museum. Das Gebäude selbst stammt aus dem frühen 18. Jahrhundert und diente ursprünglich als Adelsresidenz.
Der Name "Kurpfälzisches" erinnert an die historische Kurpfalz, deren politisches und kulturelles Zentrum Heidelberg war. Im Inneren zeigen sich noch die Räume des barocken Palais mit ihren Stuckdecken und Wandvertäfelungen, die den ursprünglichen Charakter des Adelshauses bewahren.
Der Eingang durch das barocke Portal erlaubt nur eingeschränkten Zugang für Rollstuhlfahrer, da einige Treppen im Inneren nicht überbrückbar sind. Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr, montags bleibt das Haus geschlossen.
Im Erdgeschoss steht ein Abguss des Unterkiefers des Homo heidelbergensis, der 1907 nahe Heidelberg entdeckt wurde und als etwa 600.000 Jahre alt gilt. Dieser Fund lieferte den Namen für eine frühe Menschenart und zeigt die älteste menschliche Spur in der Region.
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