Kurpfälzisches Museum Heidelberg, Kunstmuseum in Heidelberg, Deutschland
Das Kurpfälzische Museum befindet sich im Palais Morass, einem Barockpalais an der Hauptstraße, mit einem rot bemalten Sandsteinbogen, goldener Aufschrift und einem Balkon darüber. Seine sieben Archäologieräume umfassen 1500 m² im Untergeschoss, während Gemälde und Kunsthandwerk die oberen Etagen füllen.
Die Stadt Heidelberg erwarb 1878 die Antikensammlung von Charles de Graimberg und eröffnete daraus 1908 das Museum. Das Gebäude selbst stammt aus dem frühen 18. Jahrhundert und diente ursprünglich als Adelsresidenz.
Der Name verweist auf die Kurpfalz, das von Heidelberg aus regierte Territorium. Das Museum bewahrt ein Straßburger Silberservice der Kurfürstin Elisabeth Auguste (1721–1794), das über zweihundert Jahre verschollen war. Zudem sind Kostüme einer Heidelberger Familie von 1750 bis 1930 ausgestellt.
Der Eingang durch das barocke Portal erlaubt nur eingeschränkten Zugang für Rollstuhlfahrer, da einige Treppen im Inneren nicht überbrückbar sind. Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr, montags bleibt das Haus geschlossen.
Im Erdgeschoss steht ein Abguss des Unterkiefers des Homo heidelbergensis, der 1907 nahe Heidelberg entdeckt wurde und als etwa 600.000 Jahre alt gilt. Dieser Fund lieferte den Namen für eine frühe Menschenart und zeigt die älteste menschliche Spur in der Region.
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