Schloss Karlsburg, Barockherrenhaus in Karlsburg, Deutschland.
Schloss Karlsburg ist ein Herrenhaus mit Barockarchitektur in Karlsburg, bestehend aus einem dreistöckigen Ziegelbau mit einem Mittelteil und symmetrischen Seitenflügeln. Das Dach zeigt klassische architektonische Details und wurde im Mansardstil gestaltet, was dem Gebäude eine charakteristische Form verleiht.
Der Bau entstand 1731 und diente der Familie von Bismarck-Bohlen lange Zeit als Residenz bis zum Jahr 1945. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude in eine Spezialklinik umgenutzt und später zur Forschungseinrichtung umfunktioniert.
Der Name ehrt den Besitzer, Graf Carl Julius von Bohlen, nicht den Gast: Nachdem Gustav III. von Schweden 1771 hier übernachtet hatte, wurde Gnatzkow in Carlsburg, heute Karlsburg, umbenannt. Der Park hinter dem Schloss wurde ab 1750 im französischen Stil angelegt, mit Teich, Insel und einer Marmorstatue der Flora, und um 1800 nach Plänen von Peter Joseph Lenné in einen englischen Landschaftspark umgestaltet.
Das Schloss befindet sich jetzt in Staatsbesitz des Landes Mecklenburg-Vorpommern und beherbergt Forschungsinstitute der Universität Greifswald. Es wird heute für wissenschaftliche Zwecke genutzt, daher sind Besuche am besten im Voraus zu organisieren.
Der letzte Besitzer, Graf Fritz Ulrich von Bismarck-Bohlen, nahm ab 1942 die Sammlungen der Universität Greifswald im Schloss auf, darunter den Croÿ-Teppich von 1554 bis 1556, und richtete 1943 in der Westflügel ein Kinder-Tuberkulosekrankenhaus ein. Beim Eintreffen der sowjetischen Truppen nahm er sich am 28. April 1945 das Leben.
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