Meteorit von Treysa, Eisenmeteorit in Schwalmstadt, Deutschland
Der Treysa-Meteorit ist ein Eisen-Nickel-Meteorit, der bei Rommershausen im nördlichen Hessen, nahe Schwalmstadt, einschlug. Er gehört zur Klasse der Oktaedrite und zeigt im Inneren feine Muster, die als Widmanstätten-Strukturen bekannt sind.
Am 3. April 1916 sahen viele Menschen zwischen Marburg und Kassel einen hellen Feuerball am Himmel und hörten lauten Donner. Fast ein Jahr später entdeckte ein Förster namens Huppmann im März 1917 ein tiefes Loch im Waldboden, in dem der Meteorit lag.
Der Treysa-Meteorit ist heute im Mineralogischen Museum in Marburg ausgestellt, wo Besucher das Gestein aus nächster Nähe sehen können. Im Museum in Ziegenhain ist eine Nachbildung zu sehen, die zeigt, wie wichtig das Ereignis für die Region geblieben ist.
Am Fundort im Wald bei Rommershausen führt ein markierter Pfad zur Einschlagstelle, wo 1986 ein Gedenkstein aufgestellt wurde. Das eigentliche Gestein befindet sich im Mineralogischen Museum in Marburg, sodass ein Besuch an beiden Orten zu empfehlen ist.
Alfred Wegener, bekannt für seine Theorie der Kontinentaldrift, nutzte die Augenzeugenberichte, um den Einschlagort des Meteoriten zu berechnen. Der Treysa-Meteorit ist zudem im Guinness-Buch der Rekorde als der groesste in Deutschland beobachtete Meteorit eingetragen.
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