Waldfriedhof Dahlem, Friedhof in Dahlem, Deutschland
Der Waldfriedhof Dahlem ist eine Begräbnisstätte im Südwesten Berlins, die sich über eine bewaldete Fläche von etwa 7,5 Hektar erstreckt. Die Anlage folgt geschwungenen Pfaden zwischen Kiefern, Fichten und anderen Nadelbäumen, die dem Gelände einen parkähnlichen Charakter geben.
Der Königliche Gartenbaudirektor Albert Brodersen entwarf die Anlage 1929; gebaut wurde 1931 bis 1933, eröffnet wurde der Friedhof 1933. Brodersen starb 1930 und erlebte weder die Arbeiten noch die Eröffnung. Kapelle und die beiden Torbauten fügte Heinrich Schweitzer 1931/1932 hinzu. Seit 1945 sind auf dem Gelände zudem 288 Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft in drei Anlagen beerdigt.
Die Begräbnisstätte trägt ihren Namen nach dem umliegenden Waldgebiet und dem Ortsteil Dahlem im Südwesten Berlins. Bis heute dienen die bewachsenen Wege und Grabfelder als Ort der Stille für Angehörige und Besucher.
Der Friedhof liegt am Hüttenweg 47 am Rand des Forstes Grunewald; der Zugang führt über den langovalen Vorplatz im hinteren Teil, an dem die Kapelle steht. Zwei großzügige, von Waldkiefern und Serbischen Fichten gesäumte Alleen kreuzen sich und teilen das Gelände in vier Hauptfelder, sodass die Orientierung zu Fuß leichtfällt. Die beiden Torbauten von 1932 enthalten je eine Rundbogenarkade, im nördlichen ist ein Blumenladen untergebracht.
Unter den Bäumen ruhen auch Persönlichkeiten wie der Kameramann Michael Ballhaus und der Kunstsammler Heinz Berggruen, deren Gräber gelegentlich von Besuchern aufgesucht werden. Die Anlage beherbergt zudem unmarkierte Grabstellen, die sowohl ehemalige Funktionsträger des NS-Regimes als auch deren Opfer umfassen.
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