Melaten-Friedhof, Friedhof und Architekturdenkmal in Lindenthal, Deutschland.
Der Melaten-Friedhof ist eine Grabstätte und ein geschütztes Baudenkmal im Stadtteil Lindenthal in Köln, das sich über eine Fläche von rund 43 Hektar erstreckt. Die Anlage umfasst mehr als 55000 Grabstellen mit Denkmälern aus Klassizismus, Gotik, Barock, Jugendstil und Moderne, die sich entlang von Alleen und zwischen alten Baumbeständen verteilen.
Bereits im 13. Jahrhundert entstand hier ein Leprosorium, das bis zur Auflösung im 18. Jahrhundert Kranke aufnahm. Nach dem Verbot innerstädtischer Bestattungen durch Napoleon wurde das Gelände 1810 zum städtischen Friedhof umgestaltet, der sich rasch zum bedeutendsten Kölner Begräbnisort entwickelte.
Der Friedhof zeigt zahlreiche künstlerische Gräber und Mausoleen deutscher Persönlichkeiten, darunter die Künstler Dirk Bach und Willi Herren sowie der Architekt Wilhelm Riphahn.
Mehrere Eingänge an der Aachener Straße führen durch historische Toranlagen aus dem 19. Jahrhundert ins Innere, wo sich Hauptwege und schmale Nebenpfade kreuzen. Regelmäßige Führungen bieten Einblicke in die Grabmalkunst und Naturlandschaft; einzelne Abschnitte liegen abseits und erfordern längere Fußwege.
Rund vierzig Vogelarten finden in den verschiedenen Zonen des Friedhofs Lebensraum, darunter Arten, die in der Innenstadt selten geworden sind. Zwischen den Gräberreihen wachsen Platanen, Linden und Rosenstöcke, die im Frühjahr und Sommer blühen und dem Ort ein fast parkartiges Erscheinungsbild verleihen.
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