Langer Eugen, Bürogebäude im Stadtteil Gronau, Bonn, Deutschland
Der Langer Eugen ist ein Bürohochhaus im Bonner Stadtteil Gronau, das mit seinen 115 Metern Höhe 30 oberirdische Stockwerke und drei Kellergeschosse umfasst. Die Konstruktion aus Beton und Glas beherbergt 13 Aufzüge und wurde von den Architekten Egon Eiermann und Georg Pollich entworfen.
Die Fertigstellung erfolgte im Jahr 1969 zur Unterbringung von parlamentarischen Büros während Bonns Zeit als Hauptstadt Westdeutschlands. Nach der Wiedervereinigung und dem Umzug der Regierung nach Berlin im Jahr 1999 wurde das Gebäude den Vereinten Nationen übergeben.
Der Turm trägt seinen Spitznamen nach Eugen Gerstenmaier, dem damaligen Bundestagspräsidenten, der für sein hohes Wachstum bekannt war. Diese informelle Bezeichnung setzte sich rasch durch und verdrängte die offizielle Benennung nahezu vollständig aus dem alltäglichen Sprachgebrauch der Bonner Bevölkerung.
Das Gebäude ist Teil des UN-Campus und dient heute als Sitz verschiedener Organisationen der Vereinten Nationen in Bonn. Besichtigungen sind wegen der Nutzung als Verwaltungsgebäude nicht möglich, der Außenbereich ist jedoch öffentlich zugänglich.
Die Bezeichnung war ursprünglich als vorübergehender Scherz gedacht, entwickelte sich jedoch zu einem dauerhaften Namen für das Bauwerk. Heute nutzen sogar offizielle Dokumente und Wegweiser durchweg den Spitznamen anstelle der ursprünglichen Bezeichnung.
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