Benediktinerinnenkloster Drübeck, Benediktinerkloster in Ilsenburg, Deutschland
Das Kloster Drübeck ist eine ehemalige Benediktinerinnen-Abtei am nördlichen Harzrand in Ilsenburg. Die St.-Vitus-Kirche hat eine flache Holzdecke, zwei Reihen quadratischer Steinpfeiler mit Rundbögen und einen Westriegel mit zwei Türmen unter dunklen Schieferdächern. An die Türme schließt ein Fachwerkflügel mit hellen Gefachen und dunklen Balken an.
Abgesehen von einer 877 datierten, im 19. Jahrhundert als Fälschung erkannten Urkunde wird Drübeck zuerst in einer Urkunde Kaiser Ottos I. vom 10. September 960 als Drubechi genannt. 980 bestätigte Otto II. auf seinem Königshof Bodfeld die freie Äbtissinnenwahl, womit das Stift Vorrechte wie die Reichsabteien Gandersheim und Quedlinburg erhielt. In Reformation und Bauernkrieg erlosch das Klosterleben; 1687 gingen die Gebäude an die Grafen zu Stolberg-Wernigerode, die dort ein evangelisches Damenstift einrichteten.
Das Kloster bewahrt eine besondere Verbindung zur evangelischen Gemeinschaft, die hier heute wirkt und die Räume lebendig nutzt. Besucher können sehen, wie der Ort bis heute als geistliches Zentrum funktioniert, wo Menschen sich versammeln und zusammenleben.
Das Kloster liegt am nördlichen Rand des Harzes und ist leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Besucher können die Gärten erkunden und an geführten Touren teilnehmen, um mehr über die Architektur und Geschichte zu erfahren.
Die Klosterlinde im Hof wurde um 1730 bei der Neugestaltung der Anlagen durch die Grafen zu Stolberg-Wernigerode gepflanzt. Ihr Stamm misst heute 5,56 Meter Umfang, und der Baum ist als Naturdenkmal des Landkreises Harz verzeichnet. Sie steht bei den Gärten, die nach dem Plan J. A. Dieckmanns von 1737 angelegt wurden.
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