Diemelsee, Stausee im Landkreis Waldeck-Frankenberg und Hochsauerlandkreis, Deutschland
Der Diemelsee ist ein Stausee an der Diemel und der Itter mit 1,65 km² Wasserfläche und rund 19,9 Mio. m³ Speicherraum. Er liegt überwiegend im Landkreis Waldeck-Frankenberg in Nordhessen, während der kleinere Nordteil und die Staumauer zur Stadt Marsberg im Hochsauerlandkreis gehören. Die Mauer steht etwa 500 m südlich von Helminghausen; Heringhausen ist das einzige Uferdorf.
Die Bauarbeiten an der Talsperre begannen 1912 und dauerten bis 1923, unterbrochen durch den Ersten Weltkrieg. Die Anlage sollte Hochwasser regulieren und gleichzeitig Wasserkraft liefern, was damals eine technische Neuerung für die Region darstellte.
Der Name stammt von der Diemel, die hier zusammen mit der Itter aufgestaut wird und so ein verzweigtes Gewässer bildet. Wanderer folgen heute einem Rundweg am Ufer, während Segler und Angler die ruhigeren Buchten nutzen.
Die Uferstraße verbindet mehrere Ortsteile rund um den See und bietet an vielen Stellen Parkplätze mit Zugang zum Wasser. Wer die Gegend zu Fuß erkunden möchte, findet markierte Wege durch den Wald und entlang der Bucht.
Am Diemelsee leben Biber aus bayerischen Beständen; zwischen 2017 und 2023 stürzten fünf von ihnen die Hochwasserentlastungsanlage hinunter und starben, als sie die Diemel unterhalb der Mauer erreichen wollten. Im März 2023 überlebte ein Biber den Sturz und kam in die Auffangstation Essenthoer Mühle. Anfang 2023 wurden sechs Biberpaare am See und an seinen Zuflüssen gezählt.
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