Planetarium Hamburg, Planetarium im Hamburger Stadtpark, Deutschland
Das Planetarium Hamburg nutzt einen zwischen 1912 und 1915 errichteten, knapp 65 Meter hohen Wasserturm im Zentrum des Stadtparks. Im Inneren wurde ein 23 Meter hoher zylindrischer Raum unter dem alten Wasserbehälter in zwei Etagen geteilt; die obere Etage enthält die Projektionskuppel mit 20,6 Metern Durchmesser und 253 Liegesesseln. Der Zeiss-Universarium-Mark-IX-Projektor steht auf einem schwarzen Gestell unter der Kuppel.
Der knapp 65 Meter hohe Turm wurde 1912–1915 als Wasserturm errichtet und nur bis 1924 als solcher genutzt. Der Umbau zum Planetarium begann 1929 unter Leitung des Architekten Hans Loop, der einen 23 Meter hohen zylindrischen Raum unter dem Wasserbehälter in zwei Etagen teilte. Die erste öffentliche Vorführung fand am 17. April 1930 statt.
Der Name des Gebäudes verweist noch auf die Zeit als Wasserturm, und der frühere Wasserbehälter über dem Sternensaal ist erhalten. Im unteren Stockwerk steht eine Bibliothek mit astronomisch-astrologischen Büchern aus dem Besitz Aby Warburgs, die seit dem Umbau zum Planetarium dort verwahrt wird; die Sammlung ist nicht mehr öffentlich zugänglich. Die „Wandelhalle“ im Foyer bemalte Dorothea Maetzel-Johannsen, die während der Arbeit starb; Heinrich Groth vollendete die Malereien.
Zwei Aufzüge bringen Besucher zum Sternensaal und zur Aussichtsplattform oben, während die renovierten Treppen alle Etagen miteinander verbinden. Wer vor oder nach den Vorführungen Zeit hat, kann durch den Park spazieren und die Fassade von außen betrachten.
Der Zeiss-Projektor Modell IX Universarium im Sternensaal, seit dem Umbau 2002/2003 in Betrieb, trat die Nachfolge eines 1925 von der Stadt gekauften Modells II an. Zwei Videoprojektoren ergänzen mit dem Digistar-5-System kuppelfüllende Bilder. Über dem Saal steht der alte Wasserbehälter ungenutzt im Turm.
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