Kunsthalle Emden, Kunstmuseum in Emden, Deutschland.
Die Kunsthalle in Emden ist ein Kunstmuseum mit einer Sammlung von etwa 1500 Werken, untergebracht in einem traditionellen Backsteingebäude mit klassischer Architektur. Die Ausstellungsräume sind über mehrere Galerien verteilt und zeigen eine breite Auswahl an Gemälden, Skulpturen und Grafiken verschiedener Epochen.
Die Planungen begannen 1983, doch Henri Nannen, früherer Chefredakteur des Stern, stiftete die Kunsthalle 1986 mit seiner eigenen Sammlung expressionistischer Bilder und Skulpturen. Eröffnet wurde sie am 3. Oktober 1986 durch Bundespräsident Richard von Weizsäcker. Im Jahr 2000 schenkte der Münchner Galerist Otto van de Loo seine Sammlung, was Erweiterungsbauten des Architektenpaars Friedrich und Ingeborg Spengelin nötig machte.
Der Name des Hauses erinnert an die Stifter: Henri Nannen, Stern-Chefredakteur, der sein Vermögen und seine Sammlung einbrachte, und seine Frau Eske, die die Stiftung von Beginn an führte. Eine Malschule für Kinder und der Kunstverein in Ostfriesland binden das Museum an die Region. 2019 erhielt es das Museumsgütesiegel des Museumsverbands Niedersachsen und Bremen.
Der Eingangsblock aus hell graugrünem Stein mit breiten Glastüren liegt zu ebener Erde unter der verglasten Oberfassade; in den Steinbalken darüber ist „KUNSTHALLE EMDEN" eingraviert. Der Kunsthalle ist eine Malschule für Kinder angeschlossen, und mehrere Bildungseinrichtungen nutzen sie als außerschulischen Lernort. Die im April 2006 begonnenen Modernisierungs- und Umbauarbeiten dauerten zwanzig Monate; am 2. Dezember 2007 wurde das Haus wiedereröffnet.
Ein großer Teil der Sammlung stammt von einem bedeutenden Kunstsammler und Galeristen, dessen Werke speziell für diesen Ort angekauft wurden. Diese Ankäufe führten sogar zur baulichen Vergrößerung des Museums, um alle Bestände angemessen ausstellen zu können.
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