Adliges Damenstift Frauenalb, zuvor Benediktinerinnenkloster, Klosterruinen in Marxzell, Deutschland.
Das Kloster Frauenalb ist eine verwitterte Ruine aus rotbraunem Stein und Ziegel im oberen Albtal. An einem Ende stehen zwei quadratische Türme mit Bogenfenstern und kleinen Balkonen; daneben ist eine lange zweigeschossige Mauer von zwei Reihen hoher, schmaler Rundbogenöffnungen durchbrochen, oben acht, unten acht kleinere rechteckige. Davor liegt im Gras ein niedriges, geschwungenes Steinbecken.
Eberhard III. von Eberstein und seine Mutter Uta stifteten den Konvent kurz vor 1185; ein Brand zerstörte 1508 Abtei und Konventsgebäude, nur die 1404–1406 wieder erbaute Kirche und das Siechenhaus blieben erhalten. Markgraf Ernst Friedrich hob das Stift 1598 auf, nach der Säkularisation 1803 richteten sich Fabriken ein. Vier Brände zwischen 1835 und 1853 hinterließen die Anlage als ausgebrannte Ruinen.
Das Kloster zeigt, wie religiöse Gemeinschaften im Mittelalter lebten und beteten. Der Ort war lange Zeit ein Zentrum für gebildete Frauen aus adligen Familien, die hier ihre Tage mit Gebet, Handwerk und Gelehrsamkeit verbrachten.
Die Ruine liegt im oberen Albtal am Klosterpfad zwischen Frauenalb und Bad Herrenalb, wo alte Schilder die historische Grenze zwischen Baden und Württemberg markieren, heute die Kreisgrenze zwischen Karlsruhe und Calw. Ein „Zollhäusle“ mit Handkurbel erzählt dort die Geschichte der Grenze. Das Gelände erreicht man zu Fuß; das Mauerwerk ist verwittert, der Boden uneben.
Unweit der Ruine markieren am Klosterpfad zwischen Frauenalb und Bad Herrenalb alte Schilder die historische Grenze zwischen Baden und Württemberg, die heutige Kreisgrenze zwischen Karlsruhe und Calw. Ein „Zollhäusle“ erzählt dort per Handkurbel etwas zur Geschichte.
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