Budge-Palais, Historische Villa in Rotherbaum, Deutschland.
Das Budge-Palais ist eine neoklassizistische Villa am Harvestehuder Weg, die sich durch großzügige Eingangshallen und eine eindrucksvolle Treppe auszeichnet. Der Grundriss erstreckt sich über mehrere Stockwerke mit Räumen, die zum Alstergelände hin orientiert sind.
Martin Haller erbaute die Villa 1883/1884 für den Schiffsmakler Ivan Gans zu Baukosten von 150.000 Mark. Henry Budge kaufte sie 1900 und ließ sie von Haller bis 1913 etappenweise zu einem Komplex im französischen Neorenaissance-Stil mit barocken und dänisch-klassizistischen Formen umbauen. Von 1938 bis 1945 war sie Sitz der Reichsstatthalterei unter Gauleiter Karl Kaufmann.
Das Gebäude dient seit 1959 als Sitz der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und prägt damit das kulturelle Leben der Stadt. Die Studierenden nutzen die Räume täglich für Unterricht und Aufführungen im Bereich darstellende Kunst.
Die Villa ist mit der U-Bahn-Linie U1 erreichbar, wobei die Station Hallerstraße die nächstgelegene Haltestelle darstellt und von dort nur wenige Gehminuten entfernt liegt. Das Gebäude befindet sich in der unmittelbaren Nähe des Alstergeländes und ist von dort aus ebenfalls zu Fuß erreichbar.
Der Spiegelsaal entstand 1909/1910 als Geburtstagsgeschenk Henry Budges für seine kunstinteressierte Frau Emma und diente privaten Theater- und Musikaufführungen. Die Rokoko-Ausstattung schufen die Pariser Dekorateure Lucien Alavoine & Cie; Martin Haller nannte sie „ein kaum zu duldender Schund“. Enrico Caruso, Paul Hindemith und Ottilie Metzger sollen dort aufgetreten sein.
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