Burg Bechthal, Burgruine in Raitenbuch, Deutschland
Burg Bechthal ist die Ruine einer Spornburg auf einem Höhenrücken über dem Anlautertal, etwa 500 Meter südöstlich von Bechthal in Mittelfranken. Erhalten ist vor allem der schlanke, quadratische Bergfried von etwa 30 Metern Höhe, 5,5 Metern Seitenlänge und 1,5 Metern Mauerstärke aus örtlichem Kalkbruchstein. Der Hauptburgkegel misst rund 30 auf 35 Meter und wird durch einen bis zu 10 Meter tiefen, aus dem Fels gehauenen Halsgraben abgeschnitten.
Die hochmittelalterliche Burg war Stammsitz der Herren von Pechthal, die Mitte des 12. Jahrhunderts erstmals in Schriftquellen erscheinen und als Dienstmannen des Hochstifts Eichstätt gelten. 1353 musste Konrad der Pechthaler seine halbe Eigenveste an Konrad von Heideck übertragen und erhielt sie als Lehen zurück. 1544 und 1557 erwarb das Hochstift beide Burghälften; Nürnberger Chronisten berichten von der endgültigen Zerstörung durch schwedische Artillerie 1633.
Der Name Bechthal könnte mit einer früheren Pechgewinnung in diesem Gebiet zusammenhängen; die Burg war Stammsitz der Herren von Pechthal, die Mitte des 12. Jahrhunderts erstmals in Schriftquellen erscheinen. Im 19. Jahrhundert nannte man die Ruine „Burg Waldeck“, eine unhistorische Benennung, wohl wegen der romantischen Lage auf einem „bewaldeten Eck“.
Die Ruine liegt etwa 500 Meter südöstlich des Dorfes Bechthal und kann besucht werden, mit Parkplätzen in der Nähe verfügbar. Eine Erkundung erfordert Vorsicht, da die Strukturen teilweise einsturzgefährdet sind und man umsichtig vorgehen sollte.
Die Mauern des Bergfrieds sind 1,5 Meter stark und bestehen aus kleinen, quaderartig zugerichteten Kalkbruchsteinen örtlicher Herkunft. Der Hocheingang liegt auf der Westseite und führt in ein gewölbtes zweites Obergeschoss. Im 19. Jahrhundert nannte man die Ruine „Burg Waldeck“ – eine unhistorische Benennung, die wohl auf die romantische Lage auf einem „bewaldeten Eck“ zurückgeht.
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