Burg Bocholt, Mittelalterliche Burg in Nettetal, Deutschland
Burg Bocholt ist eine Burg in Nettetal mit einem markanten vierstöckigen Turm namens Kaiserturm, dessen Steinmauern aus dem 14. Jahrhundert stammen. Das Gebäude bewahrt mittelalterliche Architekturdetails und dient heute als Veranstaltungsort mit mehreren Räumen unterschiedlicher Größe.
Die Erwähnung einer „Burg Bocholtz“ von 1096 bezieht sich wahrscheinlich auf einen anderen Ort im heutigen Belgien, nicht auf diese Burg. 1242 erscheint der Name „Gerald de Bocholt“, der den Anfang des Adelsgeschlechts markiert, das die Burg als geldrisches Lehen hielt und die alte Römerstraße schützte. 1358 wurde die Burg zur Festung erweitert, 1450 ein Torbau mit Hofanlage ergänzt. Die Hauptburg wurde vermutlich im Siebenjährigen Krieg (1756–1763) zerstört und nicht wieder aufgebaut.
Die Ritterhalle der Burg Bocholt zeigt Gewölbedecken und historische Details und bietet Platz für Zeremonien mit bis zu 130 Gästen.
Die Burg liegt in einem kesselartigen Gelände von etwa 200 Metern Länge und 150 Metern Breite, umgeben von zwei an der West- und Südseite vollständig erhaltenen Gräben sowie einer Umwallung. Die Anlage wird für Veranstaltungen genutzt; der Torbau und die Hofanlage wurden von 2000 bis 2003 renoviert. Der Zugang ist in der Regel auf gebuchte Veranstaltungen beschränkt.
Der 21,5 Meter hohe Kaiserturm stürzte 1905 bis auf einen Mauerrest ein; der viergeschossige Backsteinturm hatte 2,0 Meter starke Mauern bei 7,4 Metern Seitenlänge. Im ersten Stock lag die Burgkapelle mit einem Kreuzgewölbe aus Niedermendiger Tuffsteinrippen.
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