Burg Rahden, Mittelalterliche Burg in Rahden, Deutschland
Die Burg Rahden ist eine Ruine einer Wasserburg im Rahdener Ortsteil Kleinendorf nahe der Großen Aue. Die rechteckige Anlage maß etwa 63 mal 53 Meter und war von einem von der Aue gespeisten Wassergraben umgeben; der Zugang erfolgte von Süden über eine Zugbrücke an der heutigen Lemförder Straße. Zum Komplex gehörten das Hauptgebäude, ein Pferdehaus, ein Torhaus und ein Verbindungsbau, dazu ein mächtiger Bergfried am Hauptgebäude sowie Türme an der Nord- und Südseite.
Die Burg entstand 1296 und war über Generationen hinweg Sitz verschiedener adeliger Familien. Finanzielle Schwierigkeiten führten häufig zu Eigentümerwechseln und bestimmten das Schicksal der Anlage.
Die Burg gab dem Adelsgeschlecht von dem Rode den Namen, das im 13. Jahrhundert als Lehnsleute Ludolfs von Steinfurt und später als Besitzer in Fiestel und Rahden belegt ist. Ein Anfang der 1980er Jahre aus der Ruine geborgener steinerner Türsturz erinnert an Christian, Herzog zu Braunschweig und Lüneburg, den 59. Bischof von Minden, und wurde vermutlich 1619 angebracht.
Die Ruinen befinden sich hinter dem Museumsgelände in einem Park und können jederzeit besichtigt werden. Kostenlose Parkplätze sind vorhanden und es gibt keine Eintrittsgebühren oder Zugangseinschränkungen.
Ein steinerner Türsturz, Anfang der 1980er Jahre aus der Ruine geborgen und vor ihr aufgestellt, trägt eine Inschrift zu Herzog Christian zu Braunschweig und Lüneburg, dem 59. Bischof von Minden (1566–1633); vermutlich wurde er 1619 in der Burg angebracht. Die Nordwand neigt sich trotz der in den 1990er Jahren eingebauten Stahlträger weiterhin deutlich zur Seite.
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