Burg Rappelstein, Mittelalterliche Burgruine in Nordenau, Schmallenberg, Deutschland.
Burg Rappelstein ist eine Burgruine auf einem Felskopf im Tal der Nesselbach in Schmallenberg. Die erhaltene Turmstruktur bietet einen guten Ausblick auf die umgebende Landschaft mit ihren Waldern und Bergen.
Die Edelherren von Grafschaft erbauten die Burg um 1200 auf dem Rappelstein und verlegten ihren Stammsitz vom Wilzenberg hierher. 1298 verkauften die Brüder Kraft und Widekind sie an Graf Otto von Waldeck und erhielten sie als Lehen zurück. Ab 1343 stritten Köln und Waldeck um die Burg, bis ein Vertrag 1364 sie zu gemeinsamem Eigentum machte. Nach 1471 verfiel sie.
Der Name Rappelstein stammt von dem Felsen im Zentrum Nordenaus, auf dem die Burg steht. Die Edelherren von Grafschaft waren erbliche Schirmvögte des Klosters Grafschaft; nach dem Bau der Burg um 1200 verlegten sie ihren Stammsitz hierher und behielten die Vogteigewalt über die Klosterländereien. Eine in der Ruine gefundene 25 cm große Bronzeschale mit der Inschrift SUR ERBIA gehört seit 1927 dem LWL-Museum in Münster.
Die Ruine liegt auf dem Felsen Rappelstein im Ortszentrum von Nordenau und ist daher zu Fuß vom Dorf aus zu erreichen, nicht über einen Feldweg. Der 1967/68 teilweise wieder aufgebaute Bergfried dient heute als Aussichtsplattform mit Blick auf Nordenau, das Nesselbachtal und die umliegenden Berge des Sauerlands.
Bei Grabungen fand ein Hobbyarchäologe in der Ruine die Hanseschale von Nordenau, eine rund 25 cm flache Bronzeschale mit der Inschrift SUR ERBIA und dem Bild einer Frau mit Krone. Seit 1927 gehört sie dem LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster.
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