Burg Reichenbach, Burgruine in Hessisch Lichtenau, Deutschland
Burg Reichenbach ist eine mittelalterliche Burgruine auf einem Berg bei Hessisch Lichtenau, die auf etwa 522 Meter Höhe liegt. Von der ursprünglichen Burg sind noch Teile eines Turms, Mauern und alte Gräben zu sehen.
Die Grafen Gozmar errichteten die Burg Mitte des 11. Jahrhunderts und nannten sich ab 1089 Grafen von Reichenbach. 1207 schenkte Graf Heinrich III. das Kloster Reichenbach dem Deutschen Orden, dessen erste Niederlassung in Deutschland. Um 1220 eroberte Landgraf Ludwig III. von Thüringen die Burg, 1249 nahm Sophie von Brabant sie für ihren Sohn Heinrich I. ein. Um 1550 ließ Kaiser Karl V. die Burg zerstören.
Die Ruine zeigt, wie Burgen im Mittelalter gebaut wurden, um das Land zu kontrollieren und zu schützen. Wer hier herumgeht, kann noch heute die dicken Mauern und die strategische Lage auf dem Berg sehen, die damals sinnvoll waren.
Die Ruine liegt auf dem 522 Meter hohen Schlossberg, knapp 4 km südöstlich von Hessisch Lichtenau zwischen Reichenbach und Retterode, und ist nur zu Fuß über Wanderwege erreichbar. Der Bergfried dient als Aussichtsturm; seine heutige Außentreppe wurde am 8. August 2004 eingeweiht. Das Gelände gehört zum 1996 ausgewiesenen Naturschutzgebiet Reichenbacher Kalkberge, Besucher sollten auf den Wegen bleiben.
Im Jahr 1899 wurde der Bergfried der Burg speziell restauriert, um als Beobachtungsturm zu dienen. Von oben aus kann man über das Naturschutzgebiet Reichenbacher Kalkberge hinwegsehen.
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