Burg Reichenstein, Burgruine in Deutschland
Burg Reichenstein ist eine Burganlage in Lauterach auf einem Hügel etwa 585 Meter über dem Meeresspiegel, mit massiven Steinmauern aus rundlichen Steinen und einem Bergfried von etwa 20 Metern Höhe. Die Struktur zeigt eine einfache, funktionale Bauweise mit dicken Mauern und Turmresten, die von ihrer ursprünglichen Aufgabe als Festung und Wohnplatz zeugen.
Das Schloss wurde zwischen 1230 und 1250 während der Stauferzeit erbaut und diente zunächst den Herren von Stein als Außenposten, bevor es um 1499 in die Kontrolle der Benediktinermönche des Klosters Zwiefalten überging. Im Bauernkrieg von 1525 beschädigt, war die Anlage um 1600 aufgegeben und verfiel, bis der Bergfried 1971 restauriert wurde, um ihn für Besucher erneut zugänglich zu machen.
Der Burgname Reichenstein bezieht sich auf die Lage auf einem steilen Hang, wo die Burg wie ein Wächter über das Tal wirkt. Besucher sehen heute noch, wie die Anlage als Zeichen der damaligen Macht in der Landschaft präsent war und wie die Menschen sie nutzten, um ihr Gebiet zu überblicken.
Der Aufstieg zur Burg erfolgt zu Fuß durch natürliche Landschaft und ist relativ kurz und einfach zu bewältigen. Der Bergfried ist begehbar und bietet nach der Renovierung 1971 einen guten Überblick über die umgebende Gegend, wobei die Wege zur Anlage in den letzten Jahren verbessert wurden, um den Zugang zu erleichtern.
Die Benediktinermönche des Klosters Zwiefalten kontrollierten das Schloss ab 1499, was zeigt, dass religiöse Institutionen neben weltlichen Herrschern auch Befestigungen besaßen und verwalteten. Diese kirchliche Nutzung ist heute in der Architektur und Geschichte der Anlage noch spürbar und unterschied sie von rein weltlichen Adelsburgen.
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