Burg Ringelstein, Mittelalterliche Burgruine in Büren, Deutschland
Burg Ringelstein ist eine Burgruine auf einem Hügel über dem Almetal bei Büren. Die Anlage zeigt unterirdische Gänge, steinerne Kellergewölbe und einen Wehrturm mit etwa 20 Metern Höhe.
Die Davensberger, Adelsfamilie der Region, erhielten 1383 vom Erzbischof von Köln die Genehmigung zum Burgenbau. Während des Dreißigjährigen Krieges verlor die Burg an Bedeutung und verfiel allmählich.
Der Name Ringelstein erscheint 1399 erstmals schriftlich, als Berthold von Büren die verpfändete Burg wieder einlöste. Ein Inventar von 1574 nennt zwölf Zimmer, Küche, Eier-, Wein- und Fleischkeller, Brau- und Backhaus, Reisigenstall und Kornboden. Der Hexenkeller, ein Keller im Zusammenhang mit den Hexenprozessen, ist in der Ruine noch zu sehen.
Die Burgruine befindet sich auf einem Hügel und erfordert einen kleinen Aufstieg zum Betreten. Ausgrabungen seit 2005 haben verschiedene Bauperioden freigelegt, die Anlage ist jedoch teilweise noch in Restaurierung.
Der erhaltene Keller der Burg, Hexenkeller genannt, beherbergte das Gericht und die Folterkammern der Herrschaft Büren. Allein 1631 wurden innerhalb von 30 Tagen 55 Personen als Hexen verurteilt und hingerichtet, wovon Funde im Keller zeugen.
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