Burg Dorfelden, Mittelalterliche Burgruine in Niederdorfelden, Deutschland.
Burg Dorfelden ist die Ruine einer Wasserburg auf einem künstlich aufgeschütteten Hügel in Niederdorfelden nördlich von Hanau. Die Nidder umfließt den Hügel und speist den ringförmigen Wassergraben um die ganze Anlage. Im Norden und Nordwesten sind Teile der Ringmauer erhalten, an der Innenseite der Nordmauer Reste von Gebäuden. Erhalten ist ein Rundturm, dessen unterer Bereich Buckelquader aufweist, vermutlich aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts; die Reste eines weiteren Rundturms liegen verstürzt am Fuß des Hügels.
Die Burg Dorfelden wird erstmals 1234 urkundlich erwähnt, als Reinhard III. von Dorfelden und sein Bruder Heinrich ihren Besitz teilten; das Geschlecht ist ab 1166 bezeugt. Die Nachfolger Reinhards nannten sich nach Hanau, und 1288 kaufte Ulrich I. von Hanau die Burg zurück, nachdem sie an die Falkensteiner, Weinsberger und Rienecker gelangt war. 1333 übergab Ulrich II. sie Herzog Rudolf von Sachsen zu Lehen, der auf dem Weg zu den Königswahlen in Frankfurt einen befestigten Platz eine Tagesreise entfernt benötigte. Später ging sie an den Junkerhof über, diente als Steinbruch und verfiel; Ende des 20. Jahrhunderts begannen Sicherungsmaßnahmen.
Der Name Dorfelden geht auf Turinfelde zurück, das 767 erstmals erwähnt wird, während die Burg erst 1234 urkundlich erscheint. 1333 übergab Ulrich II. von Hanau die Burg Herzog Rudolf von Sachsen zu Lehen, weil der sächsische Kurfürst einen befestigten Platz etwa eine Tagesreise von Frankfurt benötigte, wo die römisch-deutschen Könige gewählt und später gekrönt wurden. Später ging die Burg an den Junkerhof über und diente als Steinbruch.
Zu Fuß gelangt man über Wanderwege vom nördlichen Teil des alten Dorfkerns von Niederdorfelden zur Burganlage. Die Route ist leicht zu folgen und führt durch die historische Landschaft.
Der von der Nidder gespeiste runde Wassergraben umschließt den gesamten Hügel, doch der Fluss umfließt auch den künstlich aufgeschütteten Burghügel selbst. Der erhaltene Rundturm zeigt im unteren Bereich Buckelquader, vermutlich aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts; die Reste eines zweiten Rundturms liegen verstürzt am Fuß des Hügels.
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