Burg Elkofen, Mittelalterliche Burg in Grafing, Deutschland
Burg Elkofen ist eine Höhenburg auf einem teils künstlich abgeböschten Hügel in Unterelkofen bei Grafing. Ihr Kern ist spätgotisch: ein massiver, sechsgeschossiger, rechteckiger Bergfried von 33 Metern Höhe mit Krüppelwalmdach, Hocheingang in 18 Metern Höhe und 2,25 Metern Mauerstärke im Erdgeschoss. An der Südseite stehen ein dreigeschossiger Palas und ein gotischer Wehrgang auf einer älteren Ringmauer; die Vorburg erreicht man durch einen gewölbten Torbau mit Segmentbogen.
Die Burg geht auf das 11. Jahrhundert zurück und wurde erstmals 1040 schriftlich erwähnt, als sie den Grafen von Sempt-Ebersberg gehörte. Über die folgenden Jahrhunderte blieb sie in adeligen Händen und behielt dabei ihren mittelalterlichen Charakter.
Die Burgkapelle ist dem heiligen Georg geweiht, wurde 1516 erbaut und 1720 barockisiert. Ihr zwischen 1517 und 1520 geschnitzter Flügelaltar befindet sich heute im Bayerischen Nationalmuseum in München, sodass die Kapelle ohne den für sie geschaffenen Altar steht.
Burg Elkofen ist in Privatbesitz und wird von der Familie Rechberg bewohnt; es gibt keinen allgemeinen Besucherzugang, keinen Zugang zur Kapelle und keine festen Öffnungszeiten. Die Anlage liegt auf einem teils künstlich abgeböschten Hügel über Unterelkofen bei Grafing und dient auch als Tagungsort. Der 33 Meter hohe Bergfried und der Torbau sind aus der Umgebung zu sehen.
Der Altar der Burgkapelle, der einst mit geschnitzten Figuren verziert war, wurde ins Bayerische Nationalmuseum in München überführt, wo er noch heute ausgestellt ist. So lassen sich die Kunstwerke der Burg heute an zwei verschiedenen Orten entdecken.
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