Burg Etzoldshain, Burg in Sachsen-Anhalt, Deutschland
Burg Etzoldshain ist ein Wasserschloss in Elsteraue mit einem erhaltenen Bergfried, einem quadratischen gotischen Turm mit fünf Stockwerken und dicken Steinmauern. Das Schloss stand ursprünglich auf einem kegelförmigen Hügel innerhalb älterer Ringwälle und wurde von einem breiten Wassergraben umgeben, der der Verteidigung diente.
Das Schloss wurde 1368 erstmals urkundlich erwähnt und stammt wahrscheinlich aus noch früherer Zeit. Im 15. Jahrhundert wurde es an einen Ritter verschenkt, der der Kirche diente, wechselte dann mehrfach die Besitzer und erlebte im 16. Jahrhundert lokale Konflikte, als die Eigentümer sich weigerten, die protestantischen Ideen der Kirche zu unterstützen.
Der Name Wasserburg Etzoldshain verweist auf die mittelalterliche Wehrtechnik, bei der Wasser zur Verteidigung eingesetzt wurde. Das Schloss prägte über Jahrhunderte die lokale Identität so stark, dass sein Turm noch heute im Wappen der nahegelegenen Gemeinde Könderitz zu sehen ist.
Das Schloss ist heute in Privatbesitz und nicht regelmäßig für Besucher zugänglich, daher sollte man sich vorher bei den lokalen Tourismusbüros in Elsteraue erkundigen. Man kann die äußeren Mauern und den Turm vom Schlossgelände aus sehen, eine Besichtigung des Inneren ist aber nicht möglich.
Der Bergfried des Schlosses hatte fünf Geschosse und war nicht nur eine Verteidigungsstruktur, sondern diente auch als Wohnraum für die Burgbewohner. Diese Mehrfachnutzung war typisch für mittelalterliche Wehrtürme, die sowohl Schutz als auch tägliches Leben unter einem Dach boten.
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