Burg Everstein, Mittelalterliche Burgruine in Negenborn, Deutschland
Burg Everstein ist eine zweiteilige Höhenburgruine auf dem Großen und Kleinen Everstein (345,2 m und 305,1 m) im Höhenzug Burgberg nördlich von Bevern. Das etwa 60 m lange und 30 m breite Plateau des Kleinen Everstein umgibt ein 2 bis 5 m hoher Wall und ein aus dem Fels geschlagener Graben; an seinem Südende liegen die Fundamente eines Turms aus vermörtelten Muschelkalkquadern. Auf dem Großen Everstein wurde 1966 der 6,5 × 12,5 m große Palas ergraben.
Der Kleine Everstein wurde wahrscheinlich um 1100 als ursprünglicher Stammsitz der Grafen von Everstein errichtet, der Große Everstein kam um 1170 hinzu. 1265 sind beide Kuppen mit Burgen bebaut, als das castrum Everstein maius urkundlich erwähnt wird. Nach einer erfolgreichen Belagerung 1284 ging die Anlage an Herzog Heinrich I. von Braunschweig-Grubenhagen über, der den Großen Everstein zu einem Amtssitz umbaute. 1443 wurde die Burg durch eine Belagerung des Braunschweiger Herzogs weitgehend zerstört, und 1493 erhielt das Kloster Amelungsborn die Erlaubnis zum Abbruch.
Der Name Everstein stammt von den beiden Bergen Großer und Kleiner Everstein, auf denen die Burg errichtet wurde. Das Plateau des Kleinen Everstein umgibt ein 2 bis 5 m hoher Wall mit einem aus dem Fels geschlagenen Graben, während auf dem Großen Everstein der 6,5 × 12,5 m große, 1966 ergrabene Palas erhalten ist. Die Ausgrabung förderte Sporen, Armbrustbolzen und Messer zutage.
Die beiden Burgen liegen auf den Kuppen des Großen Eversteins (345,2 m) und des Kleinen Eversteins (305,1 m), letzterer 500 m nordnordöstlich des ersten, zwischen Arholzen, Bevern-Lobach und Negenborn. Das Plateau des Kleinen Eversteins misst etwa 60 auf 30 m und ist von einem noch 2 bis 5 m hohen Wall umgeben; der Große Everstein nimmt ein fast dreieckiges Plateau ein, dessen Westzugang ein künstlicher Felseinschnitt sperrt.
Im Inneren der Burganlage steht noch heute eine Antenne zur Fernsehsignalübertragung, die aus einer viel späteren Zeit stammt. Archäologische Funde wie mittelalterliche Sporen und Armbrustbolzen zeigen, wie das Leben hier einmal aussah.
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