Burg Falkenfels, Mittelalterliche Burg in Falkenfels, Deutschland
Die Burg Falkenfels ist eine Höhenburg auf dem 507,2 Meter hohen Burgberg in Falkenfels in Niederbayern. Der Bergfried aus dem 13. Jahrhundert steht etwa in der Mitte der Ostseite und trägt eine später aufgesetzte Zinnenkrone; auf der Nordseite sind Reste zweier terrassenförmig übereinanderliegender Ringmauern erhalten. Die barocke Kapelle St. Josef entstand im 17. Jahrhundert auf mittelalterlichen Grundmauern und birgt Grabsteine Falkenfelser Schlossherren.
Die Grafen von Bogen errichteten die Burg um 1100 auf einem nach drei Seiten steil abfallenden Felsen. Ab 1232 hatten die Ritter von Hohenfels sie inne, um 1400 folgten die Falkensteiner. Hussiten plünderten sie 1425; im Löwlerkrieg wurde sie 1492 eine Woche belagert und nach der Kapitulation am 8. Juni niedergebrannt, danach von Hans von Paulsdorf wieder aufgebaut. Auch nach Bränden der Schweden 1641 und 1807 wurde sie erneut errichtet.
Die Kapelle im Barockstil zeigt Grabsteine ehemaliger Burgherren und steht auf mittelalterlichen Fundamenten, was die lange Verbindung zwischen Glauben und Herrschaft an diesem Ort verdeutlicht. Besucher können hier die Spuren verschiedener Epochen in einem einzigen Raum erkennen.
Die Burg ist über die nördliche Ringmauer zugänglich und der Turm aus dem 13. Jahrhundert bietet Ausblicke auf die umliegende Region. Besucher sollten beachten, dass der Ort auf einer steilen Anhöhe liegt und entsprechendes Schuhwerk erfordert.
Von 1821 bis 1934 betrieb die Familie Lang eine Brauerei auf dem Gelände, was die Burg zu einem Zentrum für lokale Bierherstellung machte. Nach diesem ungewöhnlichen Kapitel wurde sie 1951 in ein Hotel und Restaurant umgewandelt.
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