Burg Salzburg, Mittelalterliche Burg in Bad Neustadt an der Saale, Deutschland.
Die Burganlage ist eine mittelalterliche Festung hoch über Bad Neustadt an der Saale mit Steinmauern und Spuren verschiedener Bauepochen. Die Anlage zeigt typische Merkmale einer Befestigung mit unterschiedlichen Strukturen, die über Jahrhunderte entstanden sind.
Eine um 1160 kopierte Urkunde nennt die Salzburg erstmals, doch könnte der Fuldaer Mönch Eberhard das Original verändert haben. Ab etwa 1170 wurde die Burg zu einer der größten Ganerbenburgen Mitteleuropas ausgebaut, mit Sitzen für Vogt und Schultheiß sowie ab 1220 fünf weiteren, im Wesentlichen bis 1250 fertiggestellt. 1434 schlossen die Ganerben nach Streitigkeiten einen Burgfrieden.
Der Name Salzburg bezieht sich auf den Salzgau und den Burgberg, nicht auf die österreichische Stadt. Ab etwa 1170 wurde die Anlage zu einer der größten Ganerbenburgen Mitteleuropas ausgebaut, getragen von Dienstmannen wie den Voit von Salzburg, Brende und Heustreu, die je einen eigenen Ansitz hatten. Ein Burgfrieden vom 14. Juli 1434 regelte Streitigkeiten unter den Ganerben.
Die Ruinen sind von außen jederzeit zugänglich und bieten Aussichten auf die umgebende Landschaft. Der Weg hinauf ist teilweise steil und erfordert festes Schuhwerk, besonders nach Regen.
1984 ergab eine amtliche Grabung, dass der erste steinerne Bering einen in den Kalkstein gehauenen Palisadengraben ersetzte; etwa einen Meter hinter der Mauer stand ein hölzerner Schutzwall, wohl eine vorläufige Sicherung der Baustelle. Auf weiten Strecken wurde der älteste Mauerring nie über das Fundament hinausgeführt, seine fertigen Teile sind höchstens vier Meter hoch.
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