Burg Schlanstedt, Mittelalterliche Burg in Huy, Deutschland.
Die Burg Schlanstedt ist eine Burganlage in Huy, bestehend aus einer Kernburg mit trapezförmigem Grundriss und teilweise in Fachwerk ausgebauten Obergeschossen. Ältester erhaltener Teil ist ein runder romanischer Bergfried aus dem 11. Jahrhundert, 25 Meter hoch, 8 Meter im Durchmesser und mit 2,8 Meter dicken Mauern. Erhalten sind außerdem der Rest eines Torturms von 9 mal 9 Metern und ein 24 Meter tiefer Brunnen im Innenhof.
Die Burg wurde im 11. Jahrhundert von den Herren von Schlanstedt zum Schutz des Übergangs über das Große Bruch erbaut und 1267 erstmals erwähnt. Anfang des 14. Jahrhunderts erwarb das Bistum Halberstadt sie unter Bischof Graf Albrecht von Wernigerode für 600 Braunschweiger Mark von der Familie von Regenstein, der die Rundburg zum Tafelgut umbauen ließ. Von 1610 bis 1620 wurde die Kernburg erneut umgebaut, wobei das bis heute erhaltene Renaissance-Schloss entstand.
Der Name stammt vom Dorf Schlanstedt, dessen Herren die Burg im 11. Jahrhundert zum Schutz des Übergangs über das Große Bruch errichteten. Von 1836 bis 1946 war die Burg an die Saatzüchterfamilie Rimpau verpachtet, 1888 wird Wilhelm Rimpau genannt. Nach 1945 wurden Flüchtlingswohnungen eingerichtet. Besichtigungen sind derzeit nicht möglich, weil Deckenteile einsturzgefährdet sind.
Die Burg ist nicht zu besichtigen; das Gebäude muss saniert werden, und Teile der Decken sind einsturzgefährdet. Der 25 Meter hohe romanische Bergfried mit Aussichtsplattform, der Rest des Torturms, der 24 Meter tiefe Brunnen im Innenhof und das Verlies sind daher nicht zugänglich. Die Anlage liegt in der Straße Burg 1 am Südwestrand von Schlanstedt.
Im Innenhof des Schlosses verbirgt sich ein mehr als 24 Meter tiefes Brunnenloch, das erst 1994 wiederentdeckt wurde. Diese verborgene Struktur zeigt, wie wichtig Wasserzugang für die Bewohner der Festung war.
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