Burg Schwalbach am Taunus, Ehemaliger Burgstall in Schwalbach am Taunus, Deutschland
Burg Schwalbach am Taunus war eine Burg, die an der Vereinigung der Flüsse Waldbach und Sauerbornsbach stand. Sie besaß Befestigungswälle und ein Hauptgebäude im Renaissancestil, das 1573 erbaut wurde.
Die Burg wurde 1345 erstmals erwähnt und diente als Lehen der Herren von Falkenstein. Während des Dreissigjährigen Krieges 1622 wurde sie von braunschweigischen Truppen zerstört.
Das Adelsgeschlecht der Vögte von Schwalbach, zu unterscheiden von den nicht verwandten Herren von Schwalbach, führte drei Schwalben im Wappen und starb 1569 mit Lorenz von Schwalbach im Mannesstamm aus. Ihre Vertreter übten als Vögte oder Schultheißen die Gerichtsbarkeit in der Burg aus. Eine Bronzetafel an der Burgstraße und ein Modell auf dem Gelände des Baustoffhandels Moos erinnern an den Standort.
An der Bushaltestelle des Moos-Materialgeschäfts findet man ein Modell der früheren Burg, und eine Gedenktafel neben der Feuerwache erinnert an ihren Standort. Mit diesen Markierungen lässt sich die Geschichte des Ortes leicht nachvollziehen.
Nach teilweisem Wiederaufbau wurde die Anlage Sitz von Magistraten des Kurmainzer Staates. Sie blieb danach bis 1819 ein Herrschaftsgebiet des Herzogtums Nassau.
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