Burg Schweinberg, Burgruine in Hardheim, Deutschland
Burg Schweinberg ist eine Burgruine auf einem Kalksteinfelsen östlich von Hardheim in der Odenwald-Region. Die Anlage dominiert das Landschaftsbild mit ihrem markanten Bergfried und Mauerresten, die Zeugnis von ihrer einstigen Befestigung ablegen.
Die erste schriftliche Erwähnung der Burg stammt aus 1098, und die Burg blieb Sitz der Familie von Schweinberg bis zum Tod des letzten Mitglieds 1167. Nach dieser Zeit wechselte die Anlage mehrfach den Besitzer und verfiel allmählich.
Die Ruine trägt den Namen der Familie von Schweinberg, die hier herrschte und deren Geschichte im Ort bis heute nachwirkt. Der Ort selbst ist eng mit der Existenz dieser Burg verbunden, die das Leben und die Wirtschaft der Region prägte.
Der Stumpf des Bergfrieds steht am Ostrand der Kernburg über einem weitgehend verfüllten Halsgraben; ein Weg führt vom rund 30 Meter tiefer gelegenen Dorf Schweinberg hinauf. Der Turm wurde 1974 restauriert; seine äußere Verblendung aus Buckelquadern fehlt, sodass das Füllmauerwerk im Fischgrätenverband sichtbar ist.
Das heute in Karlsruhe verwahrte Doppelfenster wurde 1894 vermauert am Schweinestall des benachbarten Bauernhofs auf dem Gelände der früheren Vorburg gefunden. Zusammen mit einem Kapitell kam es nach Karlsruhe; weitere romanische Wandsäulen, Kapitelle und Friese befinden sich im Grafschaftsmuseum in Wertheim und im Erfatal-Museum in Hardheim.
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