Walchenseekraftwerk, Wasserkraftwerk in Kochel, Deutschland.
Das Walchensee-Kraftwerk ist eine Wasserkraftanlage zwischen zwei Seen in Oberbayern, die Elektrizität durch Höhenunterschiede erzeugt. Das System arbeitet mit Rohren, die Wasser zwischen Walchensee und Kochelsee leiten, um mehrere Turbinen anzutreiben.
Das Werk wurde von 1918 bis 1924 erbaut und war Teil einer Pionierleistung bei der Fernübertragung von Strom über Hochspannungsleitungen. Der Ingenieur Oskar von Miller entwickelte dieses Konzept als Modell für moderne Energieversorgung.
Das Kraftwerk prägt bis heute das Erscheinungsbild des Tals und zeigt, wie die Gegend Industrie und Natur verbindet. Besucher sehen an den Bauten und Rohren, wie Menschen hier vor hundert Jahren begannen, Wasser in Strom umzuwandeln.
Das Gelände kann zu Fuß erkundet werden, wobei die Rohre und Bauwerke von mehreren Punkten aus sichtbar sind. Geführte Besichtigungen finden in den wärmeren Monaten statt und bieten den besten Zugang zu den Anlagen.
Während des Zweiten Weltkriegs nutzte die deutsche Rüstungsindustrie das Gelände zur Installation eines Windkanals für Raketentests. Diese versteckte Forschungsstätte zeigt, wie das Kraftwerk in den Krieg verwickelt wurde.
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