Burg Flamersheim, Mittelalterliche Burg in Euskirchen, Deutschland.
Burg Flamersheim ist eine von Wassergräben umgebene Schlossanlage im Stadtteil Flamersheim von Euskirchen, die erstmals 1358 als zweiteilige Anlage mit Kernburg und Vorburg urkundlich erwähnt wurde. Das Herrenhaus wurde im letzten Viertel des 18. Jahrhunderts mit Stichbogenfenstern, einem einachsigen Mittelrisalit mit Dreiecksgiebel, Eckpilastern und einer Terrasse mit Freitreppe umgebaut. Von 1861 bis 1863 ließ Caroline Bemberg es im Stil des Neobarocks mit Mansarddach, Pilastern, Portikus und offenen Turmobergeschossen grundlegend verändern.
Eine Urkunde vom 1. Juni 1358 belegt, dass Emelrich von Ringsheim sein Haus Flamersheim mit Vorburg und Befestigungen als Offenhaus des Jülicher Herzogs bestätigte; die zweiteilige Anlage sicherte ihm bis ins 18. Jahrhundert die Landtagsfähigkeit. Ab 1429 war sie Jülicher Lehen der Krümmel von Eynatten, kam durch Heirat an die von Palant und 1564 an die Quadt von Landskron. Dietrich von Quadt ließ das mittelalterliche Burghaus 1713 zum Barockschloss umgestalten, Friedrich Wilhelm von Dalwigk und seine Frau Wilhelmine von Calcum bauten es im letzten Viertel des 18. Jahrhunderts im Spätbarock um.
Der Name Flamersheim geht auf eine Chroniknotiz von 870 zurück, die ein Königsgut namens Flameresheim nennt. Die Burg war ein Jülicher Lehen der Familie Krümmel von Eynatten, ab 1564 der Quadt von Landskron. Das schmiedeeiserne Gitter der gartenseitigen Terrasse trägt das Allianzwappen von Friedrich Wilhelm von Dalwigk und Wilhelmine von Calcum, die das Haus im späten 18. Jahrhundert umbauen ließen.
Das Schloss ist in Privatbesitz und wird von der Familie von Bemberg sowie einigen Mietern bewohnt; eine Besichtigung ist nicht möglich. Seit 1982 stehen die Anlage und der kleine Schlosspark unter Denkmalschutz. Besucher können das Ensemble daher nur von außen betrachten und sollten einen kurzen Halt statt einer Führung einplanen.
Caroline Bemberg, Witwe des Elberfelder Fabrikanten Julius August Bemberg, kaufte das Schloss 1861 und ließ es bis 1863 im Stil des Neobarocks umbauen. Um vom Haupthaus eine Fernsicht zu ermöglichen, ließ die Familie den Südost-Flügel der Vorburg abreißen.
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