Burg Fluhenstein, Mittelalterliche Burgruine in Sonthofen, Deutschland.
Burg Fluhenstein sind die Überreste einer Burg, die auf einem erhöhten Gelände in der Nähe von Sonthofen liegt und das Allgäu-Tal überblickt. Die Grundmauern und Steinwälle sind noch teilweise erhalten und vermitteln einen Eindruck davon, wie die Verteidigungsanlage früher strukturiert war.
1362 erwarb Oswald von Heimenhofen die Herrschaft Berghofen vom Stift Kempten und verlegte seinen Sitz auf einen Felskopf am Walten. Seine Linie verschuldete sich: Erkinger verkaufte seinen Anteil 1440 für 9225 Gulden an den Augsburger Bischof, Jörg d. Ä. die Burg 1477 an das Hochstift Augsburg. Dessen Amtsleute verwalteten sie bis 1769; nach der Säkularisation wurde sie 1808 auf Abbruch verkauft und ist bis heute in Privatbesitz.
Die Burgkapelle St. Alexius wurde 1501 eingeweiht, als das Hochstift Augsburg die Anlage um 1500 um den Nordflügel erweiterte. Die Familie von Heimenhofen, die die Burg errichtet hatte, verlor später ihre Besitzungen: Jörg von Heimenhofen hieß nur noch Jörg Heimenhofer, und sein Bruder Kleinhans heiratete die Leibeigene Anna Mutzin, weshalb deren Kinder der Leibeigenschaft verfielen.
Die Ruine liegt am südlichen Ortsrand von Berghofen, einem Stadtteil von Sonthofen, am Hang des Höhenrückens „Walten“. Sie befindet sich in desolatem Zustand und kann nur von außen besichtigt werden; das Innere ist nicht zugänglich. Die Anlage ist in Privatbesitz, Besucher sollten daher außerhalb bleiben und die Mauern nicht berühren.
1808 verkaufte das Königreich Bayern die Burg nach der Säkularisation des Hochstifts Augsburg einem Bauern zum Abbruch; die Ruine ist bis heute in Privatbesitz. Wehrtechnisch lag die Veste ungünstig: Von einer über ihr liegenden Geländezunge konnte sie leicht beschossen werden.
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