Burg Freienstein, Mittelalterliche Burgruine in Gammelsbach, Deutschland.
Burg Freienstein ist eine Burgruine auf dem Berg Weckberg in der Nähe von Gammelsbach, die aus Steinmauern und Fundamenten besteht. Die erhöhte Position bietet einen weiten Blick über die umliegende Landschaft und zeigt die klassische Anordnung einer mittelalterlichen Wehranlage.
Die Burg Freienstein wurde 1297 erstmals erwähnt und entstand wohl im Zuge der Auflösung des Klosters Lorsch zwischen Pfalzgrafen, Schenken von Erbach und Kurmainz. 1398 belehnte der Pfalzgraf die Erbacher mit der ganzen Burg, die als Sitz des Amtes Freienstein diente. Um 1550 erfolgte ein Umbau zu repräsentativen Wohnbauten; ab dem Dreißigjährigen Krieg verfiel die Anlage, wurde im Mai 1622 von bayerischer Kavallerie geplündert, und nach dem Stadtbrand von Beerfelden 1810 dienten ihre Steine dem Wiederaufbau.
Die Burg gab dem Amt Freienstein, dem von ihr verwalteten Verwaltungsbezirk, ihren Namen. Seit 1280 sind die Herren von Freienstein belegt, die später als Erbacher Burgmannen dienten. Die Erbacher Grafen nutzten die Burg als Nebenresidenz und Jagdschloss; sie blieb bis zum Aussterben der Erbacher Linie 1503 in deren Besitz.
Der Ort ist über markierte Wanderwege vom Dorf Gammelsbach aus erreichbar und liegt auf einem Berghang. Bequeme Schuhe sind wichtig, da der Aufstieg steil ist und der Boden uneben sein kann.
Die Schildmauer der Burg, die den Kern vor Beschuss vom höher gelegenen Berg schützen sollte, ist noch bis zu 24 m hoch und 2,50 m dick erhalten. 1938 wurde sie um drei Meter abgetragen; ein um 1890 gesetzter Zuganker ist noch zu sehen.
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