Burg Friedestrom, Mittelalterliche Burg in Dormagen, Deutschland
Burg Friedestrom ist eine ehemalige kurkölnische Wasserburg in Zons, heute ein Stadtteil von Dormagen. Der erhaltene quadratische Steinturm trägt ein steiles Schieferdach, ein Band aus rotem Backstein mit Bogenkonsolen und einen Spitzbogen am Fuß. Nach links erstreckt sich ein langer roter Backsteinflügel mit Reihen kleiner Fenster.
Erzbischof Friedrich III. von Saarwerden ließ die Burg ab 1373 an der Stelle einer älteren Zonser Anlage errichten, die Kölner Bürger nach der Schlacht von Worringen 1288 geschleift hatten. Sie sicherte den ein Jahr zuvor von Neuss nach Zons verlegten Rheinzoll und verteidigte das Kölner Territorium gegen die Grafen von Berg. 1377 war die Anlage fertig, 1388 in die Zonser Stadtbefestigung eingebunden.
Der Name Friedestrom verweist auf den Rheinzoll, den die Burg nach seiner Verlegung von Neuss nach Zons 1372 sichern sollte. Seit 1972 beherbergt die ehemalige kurkölnische Landesburg ein vom Kreis getragenes Kulturzentrum; das Areal steht als Bau- und Bodendenkmal unter Schutz.
Die Anlage liegt am linken Rheinufer im Dormagener Stadtteil Zons und ist in die mittelalterliche Stadtbefestigung eingebunden, sodass sie von der Altstadt aus zu Fuß erreichbar ist. Das Areal steht als Bau- und Bodendenkmal unter Schutz. Erhalten sind der Torturm, der Nordflügel sowie die Vorburg mit dem Herrenhaus und dem Marstall aus dem 17. Jahrhundert.
Der Name der Burg verweist auf den Rheinzoll: Friedestrom war eine ab 1373 errichtete Zollburg, die den ein Jahr zuvor von Neuss nach Zons verlegten Zoll sichern sollte und jährlich etwa 5000 Gulden abwarf. Der quadratische Steinturm mit seinem Ziegelband und dem Spitzbogen ist das mittelalterliche Element, nach dem Besucher Ausschau halten sollten.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.181 Mitwirkenden weltweit.