Schloss Spielberg, Mittelalterliche Burg und Kunstmuseum in Gnotzheim, Deutschland.
Burg Spielberg ist eine mittelalterliche Burganlage auf einem Hügel des Hahnenkamms nahe Gnotzheim in Bayern. Der Komplex besteht aus einem viergeschossigen Wohngebäude, einer westlichen Wehranlage und einem ummauerten Innenhof.
Schloss Spielberg entstand in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts, wie eine Urkunde vom 20. August 1150 belegt, die Tibertus de Spileberc als Zeugen nennt. Im 12. und 13. Jahrhundert gehörte es zum Burgensystem der Grafen von Truhendingen. Nach deren Aussterben kam es 1363 an die Grafen von Oettingen und wurde später Stammsitz der Linie Oettingen-Spielberg.
Die Schlossgalerie zeigt die Sammlung Ernst Steinacker mit Werken seiner Frau Ingrid und der Kinder Veit und Annette. Der Wemdinger Bildhauer und Maler Steinacker gestaltete die Anlage von 1983 bis 1987 zusammen mit seiner Familie und gab jedem Raum eine eigene künstlerische Fassung.
Die Galerie im Inneren hat eingeschränkte Saisonöffnungszeiten, während der Burghof das ganze Jahr über zugänglich ist. Ein Besuch lohnt sich daher auch außerhalb der Galeriezeiten, da der Außenbereich frei begehbar ist.
Die Schlosskapelle ist 1427 erstmals erwähnt; zwischen 1730 und 1735 ließ Fürst Johann Alois I. von Oettingen sie und das dreistöckige Hauptgebäude im Stil des frühen Rokoko neu ausgestalten. Der Bildhauer und Maler Ernst Steinacker, der von 1983 bis 1987 jeden Raum des Schlosses gestaltete, prägt bis heute einen Großteil dessen, was Besucher sehen.
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