Burg Staden, Mittelalterliche Wasserburg in Staden, Deutschland
Burg Staden ist eine mittelalterliche Wasserburg auf einer Nidda-Insel am Nordrand von Staden. Von der Kernburg sind nur Mauerreste der Ringmauer aus Buckelquadern erhalten, ein Mauerturm wurde als Umspannstation rekonstruiert. In der Vorburg steht das Schloss Ysenburg, ein dreigeschossiger Steinbau mit Treppengiebeln, verputztem Fachwerkobergeschoss, rundem Treppenturm und einem Portal von 1574.
Die Wasserburg wurde 1156 erstmals erwähnt, als der Adlige Wortwin sie dem Kloster Fulda zu Lehen auftrug; erbaut wurde sie wohl um die Mitte des 12. Jahrhunderts. 1233 gehörte sie Gerlach von Büdingen sowie seinen Verwandten Heinrich und Gerlach von Isenburg. 1405 verkaufte Johann II. von Isenburg-Limburg die Burg an mehrere Adelsfamilien; so entstand die Ganerbschaft Staden mit 19 Teilhabern.
Das Schloss trägt den Namen Ysenburg und zeigt Merkmale mehrerer Bauperioden, die noch heute sichtbar sind. Die Renaissance-Elemente wie das Portal von 1574 und die Schlüsselloch-Schießscharten erzählen von den verschiedenen Epochen, in denen es umgebaut wurde.
Die Zufahrt zum Hofgut führt über eine Brücke über die Nidda, zwischen dem erhaltenen Torturm und dem Schlossgebäude. Westlich dieser Brücke steht der mächtige Torturm, dessen spitzbogiges Tor später vermauert wurde; im 16. Jahrhundert wurde er zum Wohnturm umgebaut, worauf ein Kamin im 1. Obergeschoss hinweist.
1405 verkaufte Johann II. von Isenburg-Limburg die Burg an mehrere Adelsfamilien; die Ganerbschaft Staden umfasste 19 im Burgfrieden genannte Teilhaber. Von den Herrensitzen in der Vorburg blieb nur der 1574 errichtete Renaissancebau erhalten, der heute Schloss Ysenburg heißt.
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