Burg Staufenberg, Mittelalterliche Burg in Durbach, Deutschland
Burg Staufenberg ist eine Burg aus dem Mittelalter, die auf einem Felsvorsprung über dem Rebland bei Durbach in Baden-Württemberg thront. Die Anlage besteht aus alten Steinbauten auf mehreren Ebenen, darunter Türme, Mauern und Kellergewölbe.
Als Erbauer kommen die zwischen 1132 und 1188 im Schenkungsbuch des Priorats Reichenbach genannten Herren von Staufenberg oder die seit 1148 belegten Ministerialen der Herzöge von Zähringen in Frage; Bausubstanz des 11. und 12. Jahrhunderts ist im Aufgehenden nicht erhalten. Nach 1218 besaßen verschiedene Adelsgeschlechter die Burg, im Dreißigjährigen Krieg wurde sie beschädigt und 1689 von französischen Marodeuren geplündert. 1693 kaufte Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden-Baden die Anlage, ab 1832 ließen die Markgrafen sie im Stil der Romantik zum Schloss ausbauen.
Auf der Burg gibt es eine Weinschänke, in der Besucher Weine aus der Ortenau probieren können, die direkt auf dem Burggelände erzeugt werden. Die alten Gewölbe dienen dabei nicht als Museum, sondern als lebendiger Teil des Weinbaubetriebs.
Die Burg ist zu Fuß über einen Waldweg erreichbar, der vom Dorf Durbach hinaufführt. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert, da der Weg und das Gelände auf dem Felsen uneben sind.
Seit Juni 2026 gehört das Anwesen Georg Prinz zur Lippe, einem sächsischen Winzer aus der Nebenlinie Lippe-Weißenfeld, nachdem das Haus Baden es verkauft hat. Die Burg erhebt sich 10 Meter über dem Halsgraben, der heute als Parkplatz dient – man parkt also in der alten Befestigungslinie, bevor man hinaufgeht.
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