Burg Haneck, Mittelalterliche Burg in Geroldstein, Deutschland
Burg Haneck ist die Ruine einer Höhenburg auf einem Sporn des Hanenbergs auf 330 m ü. NHN über Geroldstein. Erhalten sind der achteckige Bergfried mit einer 2,5 Meter starken Schildmauer und integriertem Treppenturm sowie der Palas mit spitzbogigem Portal, Schlitzfenstern und einer maulartigen Schießscharte. Im Innenhof liegt ein in den Felsen gehauener Brunnenschacht von 2,5 Metern Durchmesser.
Die Burg wurde 1386 von Philipp von Gerhartstein auf Mainzer Territorium erbaut; das Erzbistum Mainz förderte den Bau zur Absicherung gegen die Grafen von Katzenelnbogen. Mit Hedderich von Gerolstein erlosch das Geschlecht 1569, danach wurde die Burg bis 1804 durch den Rheingau für den Erzbischof verwaltet. Zwischen 1599 und 1600 bemühte sich Adam von Cramberg erfolglos um eine Belehnung.
Die Burg wurde ab 1386 von Philipp von Gerhartstein auf Mainzer Territorium erbaut, um das Gebiet gegen die Grafen von Katzenelnbogen zu sichern. Das Geschlecht derer von Geroldstein erlosch 1569 mit Hedderich von Gerolstein, danach war die Burg nicht mehr bewohnt. Seit 2010 wird die lange Verwechslung mit der benachbarten Burg Geroldstein in Karten korrigiert.
Die Burgruine ist vom Dorf Geroldstein aus über einen kurzen Fußweg in etwa 15 Minuten erreichbar. Der Zugang führt über unebenes Gelände, festes Schuhwerk ist daher ratsam. Zwei tiefe Halsgräben sichern den Bergsporn, die Anlage selbst ist in Privatbesitz.
Burg Haneck und die tiefer gelegene Burg Geroldstein wurden lange verwechselt; Schweinsberg wies bereits 1884 darauf hin, korrigiert wurden die Kartenwerke aber erst ab 2010. Beide Burgen liegen nahe beieinander am selben Hang über Geroldstein.
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