Burg Hauenstein, Mittelalterliche Burgruine in Laufenburg, Deutschland
Die Burg Hauenstein ist die Ruine einer Höhenburg auf einem harten Porphyrfelsen auf 330 m ü. NN, steil oberhalb des Städtchens Hauenstein in der Gemeinde Laufenburg. Die Anlage verläuft schräg von Nordosten nach Südwesten. Der älteste Teil ist wahrscheinlich der Südwestteil, wo sich eine oktogonale Grundform aus dem 10. oder 11. Jahrhundert noch ansatzweise erkennen lässt. Eine spätere, etwa 3 Meter starke Schildmauer wurde an den alten Palas angebaut und bildet innen eine Nische.
Die Burg wurde vermutlich zur Sicherung des Klosters Säckingen errichtet und war bereits im Frühmittelalter, vielleicht sogar in der Spätantike, befestigt. Als Reichslehen war sie bis 1500 Sitz der Waldvogtei der Grafschaft Hauenstein und diente als Zollgebäude und Landesverwaltung. Ein Brand 1503 und ein Erdbeben 1356 beschädigten die Anlage.
Die Ruine zeigt Merkmale verschiedener Bauphasen, wobei der südwestliche Bereich die ältesten Spuren aus dem 10. oder 11. Jahrhundert aufweist. Besucher können diese Schichten heute noch in den erhaltenen Mauern erkennen und nachvollziehen, wie die Anlage im Laufe der Jahrhunderte erweitert wurde.
Der Zugang zur Anlage erfolgt aus südwestlicher Richtung, wo ein Fußweg zur Burg hinaufführt. Links vom Zugangsweg verläuft ein tiefer Spitzgraben, zwei weitere Gräben, teils von einem Wall begrenzt, liegen vor der Burg. Vor der Nordostmauer verläuft ein weiterer Graben, und Reste des mit Holz und Erde bedeckten Wuhrs, das einen Teich vom etwa zwei Kilometer entfernten Hochsal speiste, sind noch vorhanden.
Der Teich nordwestlich der Burg wurde über ein mit Holz und Erde bedecktes Wuhr gespeist, das vom etwa zwei Kilometer entfernten Hochsal heranführte; Reste davon sind erhalten. Das überschüssige Wasser floss durch einen eigens angelegten Graben unterhalb der Burg und entlang der südwestlichen Stadtmauern dem Rhein zu.
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