Burgruine Karlstein, Burgruine in Bad Reichenhall, Deutschland.
Die Burgruine Karlstein ist die Ruine einer Gipfelburg auf einem steilen Felsen auf 615 m über dem Thumsee im Bad Reichenhaller Ortsteil Karlstein. Erhalten sind ein Rundbogentor aus der Spätzeit, eine annähernd quadratische Zisterne für Regenwasser und ein Rundturm mit Hocheingang, der als Bergfried diente und in die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts datiert. Das letzte Teilstück des Wanderweges ist über eine lange Metalltreppe zu erreichen.
Konrad von Peilstein ließ die Befestigung kurz vor 1150 erbauen; urkundlich erwähnt wurde sie 1208. 1218 kam sie an den Bayernherzog, der Burg und Hofmark auf Lebenszeit an Reichenhaller Patrizier vergab. Unter den Fröschl von Marzoll zum Schloss umgebaut, verfiel die Anlage im ausgehenden 17. Jahrhundert.
Der Name Karlstein geht vermutlich auf einen Burghauptmann namens Karl zurück, der im späten 12. Jahrhundert hier lebte. Die barocke Wallfahrtskirche St. Pankraz, 1687–1689 erbaut, steht der Ruine voran und ersetzte einen Vorgängerbau; zuvor trug der Pankrazfelsen wohl eine hochmittelalterliche Vorburg.
Das letzte Teilstück des Wanderweges führt über einen steilen Felsen und ist nur über eine lange Metalltreppe zu erreichen. Die Ruine liegt auf 615 m oberhalb des Thumsees, direkt davor steht die Wallfahrtskirche St. Pankraz. Die Anlage ist eine Station auf dem knapp 30 km langen Reichenhaller Burgenweg, der zu 17 Burgen, Schlössern und Befestigungsanlagen führt.
Unter der Familie Fröschl von Marzoll und Tauerstein wurde die Burg zum Schloss umgebaut; bis zum ausgehenden 17. Jahrhundert verfiel sie, 1671 wurde die baufällige westliche Außenmauer abgerissen. Bei der Sanierung durch die Bayerischen Staatsforsten 2012 wurde ein 6 m² großes Loch in der Westwand geschlossen.
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