Burgruine Leienfels, Burgruine in Pottenstein, Deutschland.
Die Burgruine Leienfels ist eine Burganlage in Pottenstein, deren Mauern und Fundamente auf einem erhöhten Gelände liegen. Die verbliebenen Strukturen zeigen, wie das Gebäude damals aufgebaut war und welche Bereiche Wohnung, Verteidigung und Speicherung hatten.
Die Burg Leienfels wurde wohl Anfang des 14. Jahrhunderts von Seibot I. von Egloffstein erbaut und 1372 erstmals urkundlich erwähnt, als Götz von Egloffstein seinen Anteil dem Bischof von Bamberg zu Lehen geben musste. 1380 nahmen Truppen Bambergs und des Burggrafen Friedrich V. von Nürnberg sie ein, 1397 ließ König Wenzel sie zerstören. 1502 an Bamberg verkauft, 1525 und 1553 beschädigt, wurden nach 1643 die Ziegel abgetragen.
Der Name leitet sich wohl von Löwenfels, „Löwenfels“, ab. Ab 1502 war die Burg Sitz eines kleinen bischöflichen Amtes des Hochstifts Bamberg, 1594 wurde Leienfels dem Amt Pottenstein angeschlossen. Die Dorfkirche von Leienfels steht unweit des ehemaligen Burgareals.
Die Ruine liegt auf dem 590 Meter hohen Leienfelser Schlossberg; das Burgareal beginnt am nordwestlichen Ortsrand von Leienfels, der Anstieg ist also kurz. Das Gelände ist offen und ohne Tor, der Boden bei den Resten der Umfassungsmauer und des Eckturms ist uneben. Die Ruine dient als Aussichtspunkt über den Naturpark Fränkische Schweiz – Frankenjura.
Die Burg wurde 1397 auf Befehl Kaiser Wenzels zerstört, nachdem ihr Herr Götz von Egloffstein bereits 1380 als Gefangener nach Nürnberg gekommen war. 1646 wurden von den noch vorhandenen Gebäuden die Ziegel abgetragen und die Anlage dem Verfall preisgegeben. Die Ruine ist als bayerisches Baudenkmal D-4-72-179-83 erfasst: eine ehemals nahezu dreieckige Anlage mit Resten der Umfassungsmauer und einem Eckturm.
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