Burgruine Lichtenegg, Burgruine in Birgland, Deutschland
Die Burgruine Lichtenegg ist der Überrest einer vermutlich hochmittelalterlichen Höhenburg auf dem 585 Meter hohen Burgberg direkt über dem Dorf Lichtenegg in der Gemeinde Birgland. Die Anlage ist als Baudenkmal unter der Aktennummer D-3-71-116-17 verzeichnet und umfasst auch eine Höhensiedlung des Endneolithikums (Schnurkeramik). Die Ruine ist jederzeit frei zugänglich und bietet einen Ausblick vom Oberpfälzer Jura bis zum Fichtelgebirge.
Die Burg Lichtenegg wurde um 1300 im Nürnberger Reichssalbbüchlein erstmals urkundlich erwähnt und wechselte danach mehrmals den Besitzer. Im 15. Jahrhundert wurde sie zerstört und nicht wieder aufgebaut.
Der Name Lichtenegg bezeichnet das Dorf direkt unterhalb des Burgbergs; die Burg gehörte zur Reichsvogtei Nürnberg, belegt im Nürnberger Reichssalbbüchlein um 1300. Besiedelt war der Berg weit früher: In einem vorgeschichtlichen Steinwall wurden schnurkeramische Funde aus dem Endneolithikum geborgen.
Die Ruine ist das ganze Jahr über frei zugänglich und über markierte Wanderwege erreichbar, die vom Tal aus starten. Der Weg ist zum Teil steil und felsig, daher ist festes Schuhwerk empfehlenswert.
Der Gipfel war vor 5.000 bis 5.500 Jahren besiedelt, belegt durch schnurkeramische Funde in einem vorgeschichtlichen Steinwall. Eine Silbermünze mit dem Bruno-Monogramm, die der Würzburger Bischof Otto I. von Lobdeburg zwischen 1207 und 1223 prägen ließ, wurde am Burgberg gefunden; sie deutet darauf hin, dass die Burg älter ist als ihre erste Erwähnung um 1300.
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