Burg Lichtenberg, Bewohnte Höhenburg in Oberstenfeld, Deutschland
Burg Lichtenberg ist eine bewohnte Höhenburg über Oberstenfeld in Baden-Württemberg, errichtet aus rauem, hellbraunem Stein, mit einem hohen quadratischen Turm, der ein steiles, rot gedecktes Pyramidendach trägt. Der Hauptbau hat ein langes rotes Ziegeldach mit Gauben, und ein niedrigerer Flügel zieht sich nach links. Eine Steinbrücke führt über den tiefen Graben zum Tor, und der enge Innenhof birgt einen runden Steinbrunnen.
Die Burg wurde um 1197 von einem lokalen Adelsgeschlecht errichtet und diente über Jahrhunderte als Mittelpunkt regionaler Machtkämpfe. Sie wechselte mehrfach die Besitzer und wurde in verschiedenen Konflikten beschädigt, aber nie vollständig zerstört.
Der Name der Burg geht auf das Geschlecht derer von Lichtenberg zurück, das 1197 mit Albertus von Lichtenberg erstmals urkundlich erwähnt wird; der Name blieb auch nach dem Aussterben der Familie 1407 erhalten. Die Burgkapelle (1220–1230) bewahrt Wandmalereien aus ihrer Entstehungszeit und von um 1350. Im Glockenturm hängen zwei historische Glocken, gegossen von Johann Georg Rohra 1704 und seinem Sohn Johann Daniel Rohra 1731.
Die Anlage ist zu Fuß erreichbar, und festes Schuhwerk ist zu empfehlen, da einige Wege uneben und stellenweise steil sind. Von den höher gelegenen Teilen bietet sich ein guter Blick über das Dorf und das umliegende Tal.
Obwohl die Burg über Jahrhunderte von verschiedenen Mächten beansprucht wurde, blieb ihre Grundstruktur erhalten, was an einem einzigen Standort mehrere Bauphasen sichtbar macht. Diese Abfolge macht Burg Lichtenberg zu einem seltenen Beispiel dafür, wie eine Festungsanlage über die Zeit hinweg angepasst wurde, anstatt abgerissen und neu gebaut zu werden.
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