Burg Limburg, Mittelalterliche Burg auf dem Lahnhügel in Limburg an der Lahn, Deutschland.
Die Limburger Burg ist eine Steinburg, die sich auf einer Anhöhe über der Lahn erhebt und aus mehreren Gebäuden mit Türmen und befestigten Mauern besteht. Der Komplex bildet eine strategische Wehranlage mit verschiedenen Bauteilen, die zusammen eine geschlossene Festung bildeten.
Um das Jahr 800 bestand auf dem Domberg eine Burganlage, die einen Lahnübergang sicherte. 910 gründeten die Konradiner das Stift St. Georg innerhalb der Festung „Limburc“. Nach dem Aussterben der Konradiner fiel die Burg an das Haus Isenburg, im 14. Jahrhundert an Kurtrier, das sie an die Grafen von Leiningen, die Herren von Ysenburg und im 16. Jahrhundert an die Landschad von Steinach verlehnte. 1802 kam sie an Nassau-Weilburg, 1866 an Preußen, und 2000 kaufte die Stadt Limburg die Anlage für eine symbolische D-Mark.
Der Name des Schlosses stammt von der Festung „Limburc“, die 910 um das Georgsstift, den heutigen Dom, gegründet wurde. Die Petrus-Kapelle, der älteste erhaltene Teil, birgt ein frühgotisches Wandgemälde des heiligen Christophorus von um 1300, dessen untere Hälfte im 19. Jahrhundert durch einen Türdurchbruch zerstört wurde. Der nach 1379 entstandene Saalbau misst 7,3 auf 29 Meter und besitzt einen großen spätgotischen Kamin.
Der Zugang erfolgt von der Frankfurter Straße 47 aus, wo Führungen über die Burganlage stattfinden. Besucher sollten mit Treppen und unebenen Wegen rechnen, die für die Erkundung der verschiedenen Bereiche typisch sind.
1995 wollte das Land Hessen die Burg an einen privaten Investor verkaufen; 23 Bürger gründeten daraufhin den Förderverein Limburger Schloss, um dies zu verhindern, und im Jahr 2000 kaufte die Stadt Limburg die Anlage für den symbolischen Preis von einer D-Mark. Der Verein errichtete später eine Stiftung zur Finanzierung der Sanierung.
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