Burg Lindelbrunn, Mittelalterliche Felsenburg in Vorderweidenthal, Deutschland
Lindelbrunn ist eine Burgruine auf Sandsteinfelsen in etwa 438 Metern Höhe, von der noch Mauern, ein Palas und Kapellenfundamente erhalten sind. Die Reste zeigen die typische Anordnung einer mittelalterlichen Bergfestung mit ihren unterschiedlichen Funktionsbereichen.
Burg Lindelbrunn wurde Mitte des 12. Jahrhunderts gegründet, vermutlich als Reichsburg zur Verteidigung des Trifels; vielleicht gehörte sie vorher der Speyerer Reichskirche. 1268 wird Dieter von Lindelbol erstmals urkundlich erwähnt, ein Nachfahre des Reichstruchsessen Markward von Annweiler. Um 1190/1200 entstanden der Palas und eine freistehende Kapelle, Bauten, die hochrangigen Herren vorbehalten waren. 1274 belehnte König Rudolf von Habsburg die Grafen Emich IV. und Friedrich III. von Leiningen. 1525 brannten aufständische Bauern des Kleeburger Kolbenhaufens die Burg nieder.
Der Name geht wohl auf den Burgbrunnen unter einer großen Linde zurück. Eine Sage erzählt von einer alten grauhaarigen Frau, die einen Lindenzweig am Brunnen pflanzte und verkündete, das Geschlecht des Ritters blühe, solange der Baum blühe; als der Ritter seinen verstoßenen Bruder Rothkopf abwies, stieß sie einen Kunkel in die Linde, die in den Brunnen fiel. Die Nikolaus-Kapelle ist ab 1381 urkundlich belegt.
Vom Forsthaus Lindelbrunn am Fuß des Schloßbergs dauert der Aufstieg zur Ruine 15 bis 20 Gehminuten. Das erhaltene innere Tor liegt im Nordosten der Anlage; südlich davon ist ein älterer Burgeingang als in den Sandstein getriebener Schacht zu erkennen. Bei guter Witterung reicht die 360-Grad-Rundsicht vom Gipfel bis zum Trifels.
Der Name stammt aus einer alten Sage von einer Frau, die einen Lindenbaum pflanzte und erklärte, die Burg würde gedeihen, solange der Baum lebte. Diese Geschichte verbindet die Burg mit der Natur und zeigt, wie Menschen damals ihre Heimat mit Legenden erklärten.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 92.816 Mitwirkenden weltweit.