Burg Lißberg, Mittelalterliche Burg in Lißberg, Deutschland
Die Burg Lißberg ist die Ruine einer Höhenburg auf der Kuppe eines Zentralkegels inmitten eines alten Vulkankraters im Ortenberger Stadtteil Lißberg im Wetteraukreis. Der runde Bergfried mit 27 m Höhe, 9 m Durchmesser und rund 3,5 m starken Mauern überragt die Anlage. Eine 3 m dicke Schildmauer schließt sie nach Nordosten ab; ein Tor an ihrem südöstlichen Ende führt durch den Zwinger in den weiten südlichen Vorhof und weiter in den annähernd trapezförmigen Burghof.
Die Burg wurde im 12. Jahrhundert von den Herren von Liebesberg angelegt, die 1222 erstmals urkundlich erwähnt wurden. Mit Friedrich von Lißberg starb das Geschlecht 1396 aus; sein Schwager Johann von Rodenstein brachte die Burg an sich. 1415 nahmen die Grafen Johann II. und Gottfried IX. von Ziegenhain sie gewaltsam ein und verkauften 1418 die Hälfte an Landgraf Ludwig I. von Hessen. Nach dem Tod des letzten Grafen von Ziegenhain 1450 fielen Burg und Amt Lißberg ganz an Hessen, bei der Erbteilung 1604 an Hessen-Darmstadt.
Der runde Bergfried, 27 m hoch und mit rund 3,5 m dicken Mauern, trägt wegen seiner kegelförmigen Spitze den Spitznamen „das Lißberger Krautfass“. Die Burganlage wird heute für Mittelaltermärkte, private Feiern und Zeltlager genutzt; an der Stelle des um 1824 eingestürzten Wohngebäudes steht der Gemeindesaal von Lißberg.
Das Gelande ist von Ortenberg aus uber markierte Wege erreichbar und bietet Informationstafeln zur historischen Anlage. Besucher sollten bequemes Schuhwerk mitbringen, da das unebene Terrain eine standfeste Ausrustung erfordert.
Der runde Bergfried, im Volksmund „Lißberger Krautfass“ genannt, ist 27 Meter hoch und seine Mauer etwa 3,5 Meter stark. Sein ursprünglicher Hocheingang lag in 9 Metern Höhe und war nur über eine Zugbrücke vom angebauten Wohngebäude aus erreichbar. Nachdem dieses um 1824 eingestürzt war, wurde 1865 eine Außentreppe angebaut.
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