Burg Lüdinghausen, Mittelalterliche Burg in Lüdinghausen, Deutschland.
Burg Lüdinghausen ist eine Wehrburg im Zentrum Westfalens mit Hauptturm und massiven Mauern, die von einem Wassergraben umgeben sind. Die Anlage verbindet mehrere Gebäudetrakte miteinander und wird durch Brücken und Rampen erschlossen.
Die seit dem 12. Jahrhundert erwähnten Ritter von Lüdinghausen hatten die Burg als Lehen der Abtei Werden inne. Nach ihrer Niederlage 1271 gegen Bischof Gerhard von der Mark blieb die Burg bestehen, wurde aber zum Offenhaus des Bischofs von Münster erklärt. Gottfried von Raesfeld ließ sie zwischen 1569 und 1573 im Renaissancestil auf den alten Mauern neu errichten; seit 2000 dient sie als Veranstaltungszentrum.
Die Burg ist Eigentum der Stadt Lüdinghausen und wird für Volkshochschulkurse, Ausstellungen und Ratssitzungen genutzt. Der große, reich mit Wappen geschmückte Saal bietet Raum für Konzerte. 1624 fanden im Gerichtshaus auf der Burg Hexenprozesse statt, bei denen mindestens 20 Personen hingerichtet wurden.
Die Anlage liegt auf Inseln in wasserführenden Gräften, die von der Stever gespeist werden; die Flügel erreicht man über kurze Steinbrücken, und die gepflasterte Brücke vor dem Hauptflügel ist uneben. Die Gräften und der ehemalige Bergfried von etwa 11 m Durchmesser sind nur in der Pflasterung des Burghofs markiert. Das Gelände wird zum Wandern und Radfahren genutzt, die oberen Räume dienen als Tagungsräume.
Der frühere Bergfried der Burg, ein Turm von etwa 11 Metern Durchmesser, wurde 1829 abgerissen; sein Grundriss ist in der Pflasterung des Burghofs markiert, wo Besucher stehen können. In der Fassade sind eine in Stein gehauene Liste mit Lebensmittelpreisen von 1573/74, Wappen und eine Inschrift zum Stadtbrand von 1569 zu finden.
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