Burgruine Osterburg, Mittelalterliche Burgruine und archäologische Stätte in Bischofsheim an der Rhön, Deutschland.
Die Osterburg ist die Ruine einer Gipfelburg auf dem 714 Meter hohen Berg Osterburg westlich von Bischofsheim in der Rhön. Der 1897 freigelegte, im Grundriss rein romanische Burgplatz misst 114 mal 70 Meter; Treppen und Mauerreste sind erhalten, der Wald hat das einstige Burgareal überwuchert.
Um 1200 wird ein Reinhold von der Osterburg erwähnt, 1217 und 1230 trat ein Engelhard von Osterburg als Zeuge in Urkunden auf. 1231 hatte Boto von Eberstein auf der Osterburg einen Hof als Lehen. Die Inhaber lagen ständig mit Abt Bertho II. von Fulda in Fehde, und die Burg wurde wahrscheinlich um 1270 bei der Zerstörung Bischofsheims durch den Fuldaer Abt zerstört. Um 1600 wurde sie nur noch als Trümmerhaufen erwähnt.
Der Ort trägt den Namen Osterburg, was auf seine Lage an der östlichen Grenze des damaligen Territoriums hindeutet. Die Ruine zeigt heute noch, wie Menschen im Mittelalter Burgen in bergigen Gegenden bauten und nutzten.
Die Ruine liegt auf dem 714 Meter hohen Gipfel des Osterburg-Bergs westlich von Bischofsheim an der Rhön und ist nur zu Fuß durch den Wald erreichbar; eine Straße führt nicht hinauf. Die 1897 freigelegten Mauerreste umfassen einen Grundriss von etwa 114 auf 70 Metern. Der 1909 zum Aussichtsturm ausgebaute Bergfried wurde später gesprengt, weil die Besteigung lebensgefährlich geworden war; man betrachtet die Anlage daher vom Boden aus.
Entdeckt wurden die Mauerreste 1897 beim Anlegen eines Holzabfuhrweges; Forstmeister Fuchs ließ damals den im Grundriss rein romanischen Bau freilegen, 114 Meter lang und 70 Meter breit. Die Anlage bot Platz für drei bis vier Ritter, die in getrennten Höfen innerhalb des Burgrings wohnten. Die Funde der Ausgrabungen liegen in Bischofsheim in der Osterburgsammlung.
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